Cern-System gehackt

15. September 2008, 08:47
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Während die Welt am letzten Mittwoch mit Spannung verfolgte, wie der "Large Hadron Collider" (LHC) am Cern in Genf langsam hochgefahren wurde, benützen Hacker die Gelegenheit,gleichzeitig in einen Server des Cern einzudringen, wie die britische Tageszeitung 'Telegraph' am Freitag berichtet hat.

Während die Welt am letzten Mittwoch mit Spannung verfolgte, wie der "Large Hadron Collider" (LHC) am Cern in Genf langsam hochgefahren wurde, benützen Hacker die Gelegenheit,gleichzeitig in einen Server des Cern einzudringen, wie die britische Tageszeitung 'Telegraph' am Freitag berichtet hat. Einige Wissenschaftler des Cern erklärten, dass die Hacker - eine Gruppe die sich "GST: Greek Security Team" nennt, einige Files hochladen konnten und auf der Site cmsmon.cern.ch eine hämische Nachricht hinterliessen.
Die gehackte Site ist die Einstigsseite für ein Überwachungssystem für die Software des "Compact Muon Solenoid Experiment" (CMS), eines der vier Hauptdetektoren des LHC. Während einige Wissenschaftler dem 'Telegraph' sagten, dass die Hacker nur wenige Schritte davon entfernt gewesen seien, möglicherweise die Kontrolle über den Detektor zu übernehmen, meinte ein anderer, dass der Hack "keine grosse Sache" gewesen sei. Er zeige vor allem, dass es immer viele Leute gebe, die auf der Suche nach Schwachpunkten im Cern seien. Dieser Informant sagte auch, dass vermutet werde, dass die Zugangsdaten eines externen Wissenschaftlers kompromittiert und für den Angriff benutzt worden seien.
Cern-Sprecher James Gillies erklärte, dass kein Schaden angerichtet worden sei. Anscheinend sei es den Angreifern vor allem darum gegangen, zu zeigen, dass das CMS-Überwachungssystem knackbar sei. Gillies fügte an, dass die Seiten des Cern sehr stark im Blickpunkt der Öffentlichkeit und damit auch von Hackern stünden. Das Cern erhalte zum Beispiel täglich rund 1,4 Millionen E-Mails, 98 Prozent davon Spam. (hjm)

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