CES: Ballmer zeigt den "Slate-PC"

7. Januar 2010, 11:18
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Microsoft-Chef Steve Ballmer zeigt superflache, kleine Touch-Screen-PCs. Noch ist offen, wann solche "Schiefertafel-PCs" erhältlich sein sollen und was sie kosten werden.

Microsoft-Chef Steve Ballmer zeigt superflache, kleine Touch-Screen-PCs. Noch ist offen, wann solche "Schiefertafel-PCs" erhältlich sein sollen und was sie kosten werden.
Wie sieht der PC der Zukunft aus? Hat er eine Tastatur oder wird er nur über einen Touchscreen und Sprachsteuerung bedient? Wird es ausschliesslich tragbare Geräte - allenfalls in Kombination mit Beamern - geben?
Einen Hinweis auf die Personal Computer der Zukunft bietet die 'Consumer Electronics Show', die zur Zeit in Las Vegas über die Bühne geht und an der viele der Bosse der IT-Industrie ihre Pläne anzupreisen pflegen. Den Anfang machte gestern Nacht Microsoft-Chef Steve Ballmer. Seine Rede hat allerdings enttäuscht, so das Urteil der internationalen Fachpresse, die kritisiert, dass Ballmer nichts wirklich Revolutionäres gezeigt hat. In der Tat: ein superdünner PC von Dell, ein PC mit guten Lautsprechern, einer, der im Bildschirm eingebaut ist, und kleine Notebooks mit farbigen Deckeln können die IT-Welt nicht wirklich vom Hocker reissen.
HP bringt "Schiefertafel-PC", aber wann?
Nachdem die Gerüchteküche in der Apple-Fangemeinde in den letzten Tagen wegen eines angeblich geplanten Tablet-PCsüberkochte, konnte Steve Ballmer nicht zurückstehen. Ganz wie es Apple-Lautsprecher Steve Jobs zu tun pflegt, sparte Ballmer die eigentliche Neuigkeit bis zu Schluss einer über einstündigen Rede auf: Er zeigte drei flache, kleine und nur aus einem berührungsempfindlichen Bildschirm bestehende PCs, so genannte "Slate" (Schiefertafel) PCs.
Doch wirklich konkret wurde der Microsoft-Boss nicht. Er sagte weder, was diese Geräte kosten, noch wann sie erhältlich sein werden und was man mit ihnen wird tun können. Klar wurde nur, dass es verschieden grosse solche "Slate" PCs geben wird, dass man sie im Stil der iPhone-Bilschirme mit zwei Fingern bedienen kann und dass man damit wird Filme anschauen und Bücher lesen können.
Die US-Online-Zeitung Cnet News.com fand immerhin heraus, dass HP ein solches Gerät mit einem 8,9-Zoll-Touchscreen gegen Mitte Jahr herausbringen wird.
Die neue Art, Bücher zu lesen
Doch Ballmer zeigte nicht nur "Slate"-PCs. So liess er Windows-PM Ryan Asdourian auf der Bühne eine kurze Demo der neuen "Blio" Lesesoftware machen. "Blio" kann wesentlich mehr, als Bücher anzeigen. So kann man Text markieren, Notizen dazu erfassen, sich vorlesen und in digitalen Büchern eingebettete Videos anzeigen lassen.
Zudem zeigte Asdourian, wie eng Office 2010 mit Microsofts Online-Speicher "Skydrive" verknüpft ist. So kann man mit der neuen Office-Version und "Skydrive" gemeinsam am gleichen Dokument arbeiten und Änderungen sofort integrieren. (Christoph Hugenschmidt)
(Foto: Screenshot aus der Videoaufzeichnung von Steve Ballmers Keynote an der CES 2010.)

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