CES: Die ersten Highlights im Auto-Tech

4. Januar 2017, 14:57
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Ein Wortspiel macht offenbar in Las Vegas die Runde: "CES" heisse nicht mehr "Consumer Electronics Show", sondern "Car Electronics Show".

Ein Wortspiel macht offenbar in Las Vegas die Runde: "CES" heisse nicht mehr "Consumer Electronics Show", sondern "Car Electronics Show". Verfolgt man die Messe, so zeigt sich schon zu Beginn, dass alle Welt - vom Autobauer über den Tech-Giganten bis zum Startup - in Las Vegas präsentiert, woran sie forschen und entwickeln, sei es ein vernetztes Auto, ein elektrisches oder ein selbstfahrendes.
Starten wir mit einer Zusammenfassung von Innovationen aus der Tech-Industrie: Der Sensor-und Kameraspezialist Mobileye und der Autozulieferer Delphi zeigten erstmals ihr gemeinsames autonomes Fahrsystem im Reality Check. Laut 'Readwrite' funktionierte das Lokalisierungs- und 3D-Kartensystem sowohl in Tunnels, als auch überirdisch sowohl im zersiedelten Vegas wie auf Highways.
Mobileye zum zweiten: BMW will in Europa und den USA zirka 40 selbstfahrende Fahrzeuge auf den Strassen testen. Die gemeinsamen Tests mit Intel und Mobileye sollen im zweiten Halbjahr 2017 starten, so BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich. Die drei Unternehmen hatten 2016 eine Kooperation vereinbart, Intel war zudem beim Kartendienst Here von Audi, BMW und Daimler eingestiegen.
Auch Microsoft baut sich in Autos ein: Die Redmonder haben auf Azure-Basis Systeme entwickelt, um die aktuelle Verkehrslage zu erfassen und analysieren. Und Nissan soll laut 'Verge' an der CES zeigen, wie man Cortana integriert.
Fiat-Chrysler zeigten bereits ein Konzeptauto mit 250 Meilen Reichweite, so Fiat Chrysler Automobiles (FCA). Dieses vollelektrische und frontgetriebene "Portal"-Modell hat Gesichts- und Spracherkennung sowie eine eingebaute Selfie-Kamera und sei für Millenials gedacht. Dazu hat 'Bloomberg' Details.
FCA demonstriert in Vegas mit Google auch ein Infotainment-System, das laut 'Ars Technica' auf Android 7.0 Nougat, um mit Android das Auto der Zukunft zu bauen.
Faraday Future mit Parkproblemen
Grosse Erwartungen wurden in das Startup Faraday Future gelegt. Dieses präsentierte ihr lang erwartetes autonomes Elektro-Auto FF91. Dieses soll in 2,39 Sekunden von Null auf 100 beschleunigen können, schneller als jeder Tesla, so die Ankündigung, dazu habe es eine Reichweite von 700 Kilometern und 1050 PS.
Die Beschleunigung wurde an der CES auch so gemessen. Versagt hat hingegen die Technologie, als der chinesische Milliardär Jia Yueting, Chef des chinesischen Konzerns LeEco und investiert in Faraday Future, das autonome Parkieren vor Publikum demonstrieren wollte. Der SUV bewegte sich nicht. Das soll sich 2018 ändern, wenn der Wagen auf den Markt kommen soll. Die technischen Details kennt 'Auto und Motorsport'.
Dass daraus ein ernsthafter Tesla-Konkurrent wird, ist laut 'Wired' offen: Faraday Future hat erst 12 Exemplare gebaut und auch Tesla hat schon erfahren müssen, dass es nicht einfach ist, die Produktion hochzufahren.
An der CES sind laut 'Business Insider' neun Autohersteller wie Ford und BMW, elf Tier-One-Autozulieferer und mehr als 300 Auto-Tech-Aussteller mit Neuheiten präsent. Es ist in den kommenden Tagen also noch einiges mehr zu erwarten an neuen Modellen und Visionen. (mag)

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