Channel-Verwirrung um vorgezogene Recycling-Gebühr (vRG)

5. Juli 2005, 13:51
  • channel
  • swico
image

Dabei ändert sich fast nichts

Dabei ändert sich fast nichts
Im Juli 2003, also vor zwei Jahren, wurde der Tarif für die "vorgezogene Recycling-Gebühr" (vRG) verändert. Damals wurde der Mindestwert der mit einer vRG belasteten Geräte von 250 auf 50 Franken gesenkt und die Mehrwertsteuer eingeschlossen. Doch bereits damals haben lange nicht alle Reseller und vor allem Distributoren und Importeure die Änderungen mitbekommen. So hörten wir heute von einem Disti, dass man jetzt erst dabei sein, die damaligen Änderungen im Warenwirtschaftssystem nachzuvollziehen.
Per 1. Juli 2005 hat nun die Swico eine kleine Änderung vorgenommen. Computerbauteile mit einem Wert zwischen 50 und 250 Franken werden nicht mehr mit zwei Franken, sondern nur noch mit einem Franken belastet. Damit sollte auf einem lokal assemblierten Computer etwa gleich viel vRG, nämlich ca. 10 Franken, fällig werden wie auf einem importierten PC.
Die Swico hat ihre Mitglieder und vor allem auch den Channel Ende März schriftlich über die Änderungen informiert. Doch kaum jemand hat sie wirklich mitbekommen, so scheint es. Wie Peter Bornand, der das Recycling-Team bei der Swico leitet, sagt, verfügt die Swico gar nicht über die Adressen der Schweizer Reseller, Distis und Importeure, sondern muss diese jeweils kaufen. Eine detaillierte Übersicht über die aktuell gültigen vRG gibt es hier.
Trotz der aktuellen Verwirrung ist das von der Swico organisierte Recycling von Elektronik-Schrott in der Schweiz ein Erfolg. So wurden letztes Jahr gemäss Bornand 36'000 Tonnen (!) Elektronik- und UE-Geräte entsorgt. 75 Prozent davon, also 27'000 Tonnen des Materials konnte wieder in den Rohstoff-Kreislauf zurückgeführt werden. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

Atos lehnt Übernahmeangebot des Konkurrenten Onepoint ab

Der kriselnde Konzern sollte für seine Cybersecurity-Sparte 4,2 Milliarden Euro erhalten. "Nicht im Interesse der Stakeholder", sagt der Verwaltungsrat.

publiziert am 30.9.2022
image

All for One legt Schweizer Töchter zusammen

Die beiden SAP-Dienstleister Process-Partner und ASC werden zu All for One Switzerland.

publiziert am 29.9.2022
image

Geopolitische Lage dämpft Erwartungen der Schweizer ICT-Branche

Der Swico-Index zur Stimmung in der ICT-Branche ist erneut rückläufig. Die Anbieter glauben aber, dass sich die Auftragslage positiv entwickelt.

publiziert am 28.9.2022
image

Abra Software will nach Besitzerwechsel expandieren

Das Investment-Unternehmen Elvaston hat die Aktienmehrheit übernommen. Nun soll der ERP-Anbieter durch weitere Akquisitionen wachsen.

publiziert am 28.9.2022