Chef der deutschen Notenbank will keinen Krypto-Euro

6. Januar 2020, 14:45
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Jens Weidmann ist gegen diese Antwort auf Libra. Und Ueli Maurer hält Libra für gescheitert.

Der Chef der deutschen Notenbank, Jens Weimann, glaubt nicht, dass es nötig ist, mit einem "Krypto-Euro" der von Facebook angekündigten Kryptowährung Libra die Stirn zu bieten. Es sei zunächst an Unternehmen, Angebote für Kundenwünsche zu entwickeln. "Ich halte nichts davon, immer gleich nach dem Staat zu rufen", sagte er im Interview mit dem 'Handelsblatt'.
Zur Regulierung von Libra befragt, versicherte Weidmann, die G7 und G20 hätten sich des Themas angenommen. Anbieter wie Libra müssten "dann die einschlägigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen einhalten und die Geldwäsche oder die Finanzierung von Terrorismus verhindern".

Ueli Maurer sieht Libra als gescheitert

Bei Libra handelt es sich um einen Stablecoin. Damit ist die Kryptowährung an einen Korb etablierter Währungen wie Dollar und Euro gebunden. Bundespräsident Ueli Maurer glaubt nicht, dass Libra in der heutigen Form eine Chance hat, sich zu etablieren. "Weil der Währungskorb, der dieser Währung hinterlegt wird, so durch die Nationalbanken nicht akzeptiert wird", sagte er im Gespräch mit 'SRF'.
Damit sei das Libra-Projekt "in dieser Form eigentlich gescheitert", fügte der Schweizer Finanzminister an.

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