Chemiealarm bei Baggenstos

10. April 2015 um 15:53
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Kaputte USV-Anlage bei Baggenstos löst Chemiealarm aus.

Kaputte USV-Anlage bei Baggenstos löst einen Chemiealarm und die Evakuation des Firmengebäudes aus. Niemand wurde verletzt.
Thomas Baggenstos, Verwaltungsratspräsident des Zürcher IT-Dienstleisters Baggenstos wird mit dem Lieferanten seiner USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) einiges zu diskutieren haben. Denn die USV gab heute Anlass zu einem grossen Chemieeinsatz der Zürcher Rettungskräfte bei Baggenstos. Und das kam so:
Kurz nach sieben Uhr morgens bemerkten Baggenstos-Mitarbeitende heftigen Gestank nach faulen Eiern aus dem Serverraum am Sitz der Informatik-Firma in der Nähe des Bahnhofs Wallisellen. Sie alarmierten die Feuerwehr Wallisellen, die einen Chemie-Unfall befürchtete und entsprechend mit knapp 10 Fahrzeugen und ungefähr 25 Rettungskräften ausrückte (Foto).
Das Firmengebäude wurde evakuiert und mit Atemschutzgeräten und Messgeräten ausgerüstete Fachleute der Feuerwehr suchten nach der Ursache des Gestanks. Sie fanden sie im Serverraum von Baggenstos. Ursache war die defekte USV, deren Batterien Dämpfe absonderten. Der Grenzwert von Schwefeldioxid wurde um das zehnfache überschritten, heisst es auf der Webseite von Baggenstos. Die USVs wurden überbrückt und vom Netz genommen und damit die Produktion von giftigem Gas gestoppt. Das Einatmen der Dämpfe wäre gefährlich gewesen.
Kurz nach 11 Uhr konnten die Baggenstos-Leute die Arbeit wieder aufnehmen. Wie Baggenstos zu inside-channels.ch sagte, ist er froh, dass niemand zu Schaden kam. Seine Leute hätten insbesondere richtig reagiert und die Feuerwehr alarmiert und nicht selbst versucht, die Probleme zu lösen.
Im Firmengebäude von Baggenstos ist übrigens nur die interne Informatik des IT-Dienstleisters untergebracht. Die IT-Infrastrukturen von Kunden sitzen in einem der hochsicheren Rechenzentren rund um Zürich. (hc)
(Foto: Thomas Baggenstos. Hoffentlich mit freundlicher Genehmigung.)

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