China eröffnet superschnelle IPv6-Datenautobahn

27. Dezember 2004, 14:24
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    25 Unis in 20 chinesischen Städten mit bis zu 10 GB/s verbunden

    Vergangenen Samstag wurde mit einer offiziellen Zeremonie in Peking Chinas Internet-Backbone der nächsten Generation (CERNET2) eingeweiht. Das Netzwerk verknüpft 25 Universitäten in 20 verschiedenen chinesischen Städten. Daten können auf dem Backbone mit einer Geschwindigkeit von 2,5 bis 10 Gigabit pro Sekunde übertragen werden. Der Backbone soll demnächst 100 chinesische Unis verbinden.
    Wichtiger noch: Das Netzwerk baut vollständig auf der nächsten Generation des Internet Protokolls (IPv6) auf. Die chinesische Zeitung "People's Daily" erklärt die Hintergründe: Von den etwa vier Milliarden Internet-Adressen, die unter IPv4 der Welt zur Verfügung stehen, sind 74 Prozent in den USA angemeldet. China mit den (noch) 80 Millionen Internet-Benützern stehen ungefähr gleich viele IP-Adressen zur Verfügung, wie sie die Universtität von Kalifornien hat. IPv6 löst dieses Problem, da es praktisch unbegrenzt viele IP-Adressen zur Verfügung stellt.
    Die Hälfte der Ausrüstung für das neue Netzwerk, inklusive der zentralen Router, sei von den chinesischen Herstellern Huawei und Tinsghua Bit-Way geliefert worden. Die chinesischen Geräte hätten ein besseres Preis-Leistungsverhältnis und seien bei Applikationen sehr stark, sagt Zhang Ling, ein Mitglied des Expertenkomittees des CERNET (China Education and Research Network). (Christoph Hugenschmidt)

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