China hält weiter den Daumen auf Seltene Erden

20. Juni 2012, 09:47
  • international
  • china
image

Mit dem Verweis auf den Schutz der Umwelt und den Erhalt der schwindenden Ressourcen hat die chinesische Regierung heute entgegen dem wachsenden Druck aus Amerika, Europa und Japan abermals die Exportbeschränkungen für Seltene Erden verteidigt.

Mit dem Verweis auf den Schutz der Umwelt und den Erhalt der schwindenden Ressourcen hat die chinesische Regierung heute entgegen dem wachsenden Druck aus Amerika, Europa und Japan abermals die Exportbeschränkungen für Seltene Erden verteidigt. Die so bezeichneten Metalle mit komisch klingenden Namen wie Dysprosium, Yttrium und Ytterbium sind vor allem auch für viele ICT-Produkte unverzichtbar. Da die Exploration vielfach den Einsatz hoch giftiger Stoffe erfordert und meist im wahrsten Sinne verbrannte Erde hinterlässt, regt sich auch im Reich der Mitte Widerstand dagegen, obwohl die kommunistische Führung in Umweltfragen zum Wohle der Industrie meist mehr als ein Auge zudrückt.
Nachdem die USA als einstiger Exportmeister und andere westliche Länder vor allem auch aufgrund massiver Umweltbedenken den Abbau Seltener Erden nahezu völlig aufgegeben haben, stellt China heute trotz wieder- oder neuentdeckter Schürfstätten in anderen Ländern immer noch fast 90 Prozent der Weltproduktion. Beijing sieht sich mit der Drosselung der Ausfuhren insofern im Recht und die Massnahme der Exportbeschränkung auch im Einklang mit Vereinbarungen mit der Welthandelsorganisation WTO. (kh)

Loading

Mehr zum Thema

image

Sunrise will nicht freiwillig auf Huawei verzichten

Ohne politischen Druck werde man nicht auf die Mobilfunktechnologie des chinesischen Anbieters verzichten, sagte der CEO der Muttergesellschaft.

publiziert am 26.1.2023
image

Auch bei IBM stehen weltweit Entlassungen an

Der Konzern will rund 4000 Jobs streichen. Betroffen sind diejenigen Bereiche, die nicht in Kyndryl und Watson Health ausgelagert wurden.

publiziert am 26.1.2023
image

Datenleck bei der Fremdsprach-App Duolingo?

In einem Forum werden die Daten von 2,6 Millionen Accounts zum Verkauf angeboten. Doch das Unternehmen bestreitet eine Sicherheitsverletzung.

publiziert am 25.1.2023
image

Hochschule Luzern tritt Blockchain Research Institute bei

Dem Netzwerk gehören zahlreiche internationale Unternehmen, Forschungsinstitute und staatliche Institutionen an. Gefördert werden soll insbesondere das Gemeinwohl.

publiziert am 25.1.2023