China sammelt 40 Milliarden Euro für Börsengänge von Tech-Firmen

12. Juni 2018, 11:07
  • international
  • china
  • zte
  • usa
  • alibaba
  • baidu
image

Chinas Führung greift den heimischen Tech-Giganten bei deren geplanten Börsengängen unter die Arme: Sechs Investmentfonds sollen im Auftrag der Regierung bei Investoren bis zu 300 Milliarden Yuan (umgerechnet 40 Milliarden Euro) einsammeln, um damit die Platzierungen von Unternehmen wie dem Smartpho

Chinas Führung greift den heimischen Tech-Giganten bei deren geplanten Börsengängen unter die Arme: Sechs Investmentfonds sollen im Auftrag der Regierung bei Investoren bis zu 300 Milliarden Yuan (umgerechnet 40 Milliarden Euro) einsammeln, um damit die Platzierungen von Unternehmen wie dem Smartphonehersteller Xiaomi und dem Amazon-Konkurrenten Alibaba an chinesischen Börsen zu unterstützen.
Jeder der sechs Fonds soll in den nächsten Tagen 50 Milliarden Yuan bei privaten und bei professionellen Investoren einsammeln. Die Fonds sollen nach dem Willen der Regierung dann als Ankerinvestoren an den Börsengängen der Tech-Firmen teilnehmen und sich verpflichten, die Aktien drei Jahre lang zu halten. Dies sehen einige Experten kritisch, da nicht absehbar sei, wie sich die Technologiebranche weiter entwickle, und die meisten Unternehmen bereits hoch bewertet seien am Kapitalmarkt.
Xiaomi strebt in den kommenden Wochen eine Platzierung am Hongkonger Aktienmarkt an. Bei der Neuemission will der Smartphonehersteller etwa zehn Milliarden Dollar einsammeln. Es wäre der grösste Börsengang eines chinesischen Technologieunternehmens seit fast vier Jahren. 2014 hatte Alibaba fast 22 Milliarden Dollar bei seinem Wall-Street-Debüt eingenommen.
Nun plant Alibaba auch einen Börsengang in China. Ausserdem will der Google-Rivale Baidu, der ebenfalls bereits in den USA gelistet ist, in China Aktien zum Handel anbieten.
Neue Infos zum ZTE-Deal mit den USA
Die Vereinbarung von ZTE mit dem US-Handelsministerium, dass Chinas zweitgrösster Telekommunikationsausrüster seine Geschäfte mit US-Lieferanten wiederaufnehmen könnte, wurde am Montag veröffentlicht. Dies einige Tage nachdem das Unternehmen eine Geldstrafe von einer Milliarde US-Dollar akzeptiert hatte, seine Führung umbaute und andere Bedingungen erfüllte.
Aber das im April vom US-Ministerium auferlegte Verbot, US-Teile zu kaufen, wird nicht aufgehoben, bis ZTE die Geldbusse bezahlt und 400 Millionen Dollar in einer von den USA genehmigten Bank hinterlegt hat. (mag / sda)

Loading

Mehr zum Thema

image

USA wollen mit 280 Milliarden die Chip-Produktion ankurbeln

Präsident Biden unterzeichnete ein entsprechendes Gesetzespaket. Mit den Fördergeldern soll die Abhängigkeit von Asien reduziert werden.

publiziert am 10.8.2022
image

Chipkonzern Micron will 40 Milliarden Dollar in US-Produktionsanlagen stecken

Das US-Gesetz zur Förderung der Halbleiter-Produktion trägt erste Früchte.

publiziert am 9.8.2022
image

Mac-Netzteile sind knapp

Je höher die Leistung, desto wahrscheinlicher verspätet sich die Lieferung der Mac-Netzteile.

publiziert am 5.8.2022
image

Infoblox hat neuen europäischen Channelchef gefunden

Ashraf Sheet hatte das Unternehmen Anfang Jahr verlassen. Sein Nachfolger Aric Ault will das Geschäft über den Channel weiter ausbauen.

publiziert am 5.8.2022