China schlägt zurück: US-IT-Anbieter unter Generalverdacht

7. August 2014, 09:33
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Wie du mir, so ich dir? China hat Sicherheitsbedenken und verbannt weitgehend amerikanische IT-Hersteller.

Wie du mir, so ich dir? China hat Sicherheitsbedenken und verbannt weitgehend amerikanische IT-Hersteller.
Schon seit Jahren gelten chinesische IT- und Telekom-Ausrüster in den USA als verdächtig. US-Behörden haben mehrmals gewarnt, über Telekom-Geräte von US-Anbietern ausländische Ziele auszuspionieren.
Die chinesische Regierung reagierte darauf kürzlich mit dem Verbot von Windows 8 auf Behördencomputern. So wird jetzt auch gegen den Microsoft-Partner Accenture ermittelt.
'Bloomberg' berichtet derweil über eine weitere Massnahme. Demnach dürfen iPads und MacBooks in China nicht mehr mit öffentlichen Geldern gekauft werden. Grund: Sicherheitsbedenken. Und schon bald könnten noch mehr Hersteller auf dieser schwarzen Liste stehen: Im Januar sollen die Produkte von Dell, HP und des chinesischen Herstellers Lenovo unter die Lupe genommen werden.
Der jüngste Schritt zeigt, dass China den Einfluss der US-Anbieter stark begrenzen will. Ausserdem signalisiert die Regierung den (halbstaatlichen) Firmen im Land, dass man beim Einsatz von Software und Hardware aus den USA vorsichtig sein muss. Wenn man bedenkt, wie wichtig aufstrebende Länder für US-Konzerne wie Microsoft, Apple, IBM und Cisco sind, kann man leicht ausrechnen, dass diese Politik die westlichen IT-Grössen empfindlich treffen wird. (mim)

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