China und Indien gemeinsam zur IT-Führerschaft?

11. April 2005, 09:39
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Premierminister Wen Jiabao findet, dass die beiden bevölkerungsstärksten Länder der Welt in Sachen IT-Industrie zusammenarbeiten sollten.

Premierminister Wen Jiabao findet, dass die beiden bevölkerungsstärksten Länder der Welt in Sachen IT-Industrie zusammenarbeiten sollten.
Sowohl China als auch Indien gehören zu den Ländern deren IT-Industrien am rasantesten wachsen. Anlässlich seines gerade stattfindenden Besuchs in Indien regte Chinas Premierminister zu einer verstärkten Zusammenarbeit der beiden Länder im Bereich der Informationstechnologie an: "Zusammen könnten wir die Führungsposition übernehmen."
Insbesondere rief Wen indische Softwarefirmen dazu auf, in China zu investieren. Beispiele dafür gibt es bereits. So besuchte Wen Jiabao am Samstag die Büros von Tata Consultancy Services in Bangalore. Der grösste Softwareexporteur Indiens hat ebenso wie zum Beispiel sein Konkurrent Infosys eine Niederlassung in China. Auch Gegenbeispiele existieren. Wen besuchte auch eine Fabrik, die Huawei Technologies, einem chinesischen Hersteller von Netzwerkkomponenten gehört.
Auch wenn die beiden Länder in fernerer Zukunft Konkurrenten werden dürften, ergibt die gegenwärtige Ausrichtung der beiden Industrien Chancen zu Kooperation: In Indien floriert vor allem die Software-Industrie, während man sich in China vor allem auf Hardware konzentriert.
In der Hauptssache geht es bei Wens Besuch in Indien um die Beilegung von jahrzehntealten Disputen um den genauen Verlauf der Grenzen sowie um ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen den beiden Riesen, in denen zusammengezählt nach aktuellen Schätzungen rund 2,4 Milliarden Menschen leben – etwa 38 Prozent der gesamten Bevölkerung der Erde. (Hans Jörg Maron)

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