China wird zum Schlachtfeld für LCD-Komponentenhersteller

23. Dezember 2010, 14:09
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Mehr als ein dreiviertel Jahr hat Taiwans Regierung AU Optronics (AUO) zappeln lassen, um dann Mitte Dezember 2010 den geplanten Bau einer 7.

Mehr als ein dreiviertel Jahr hat Taiwans Regierung AU Optronics (AUO) zappeln lassen, um dann Mitte Dezember 2010 den geplanten Bau einer 7.5G-Panel-Fabrik in China abzusegnen. Die koreanischen Riesen Samsung und LG Display haben nach langem Warten Anfang November grünes Licht aus Beijing für ihre Bauvorhaben bekommen. Chinesische Unternehmen wie China Star Optoelectronics (CSOT) und BOE Technology stehen ebenfalls schon in den Startlöchern mit Plänen für LCD-Fabriken der neuesten Generationen. Entsprechend stark wird sich der Wettbewerb zwischen den Herstellern im Reich der Mitte erhitzen, ebenso für die Material- und Komponentenlieferanten.
Bis 2012 werden die Panel-Kapazitäten in China mächtig in die Höhe schiessen, wenn BOE, LG Display und CSOT ihre 8.5G-Werke in Betrieb nehmen sowie AUO und Samsung ihre 7.5G-Fabriken. Der Generationsschritt (G) bezeichnet die Grösse der verarbeiteten Muttergläser, im Fall der geplanten Anlagen jeweils optimiert auf LCD-TV-Panels. 7.5G-Werke können 4,3 Quadratmeter grosse Glassubstrate verarbeiten, in 8.5G-Fabriken sind es 5,5 Quadratmeter grosse Muttergläser. Sharp ist mit dem ersten 10G-Werk zur Verarbeitung von 8,7 Quadratmeter grossen Substraten am weitesten und plant zusammen mit CEC Panda ein 8G-Werk für 5,3 Quadratmeter grosse Muttergläser in China. Sollten alle Vorhaben durchgeführt werden, dürfte es 2012, spätestens 2013, zu massiven Überkapazitäten kommen. Aber China ist nun einmal nicht nur als Billiglohnland interessant, sondern auch als tendenziell grösster Absatzmarkt. Bei Monitoren war das Reich der Mitte Ende 2009 schon an den USA vorbeigezogen, 2011 soll es auch im LCD-TV-Bereich auf die Überholspur wechseln. (Klaus Hauptfleisch)

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