Chinas Behörden sollen künftig nur noch legale Software nutzen

22. November 2011, 11:02
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Bei einem offiziellen Besuch vom US-Handelsministerium hat Chinas Vizepremier Wang Qishan gelobt, dass in den Behörden und Amtstuben des Landes künftig nur noch legale Software eingesetzt werden soll.

Bei einem offiziellen Besuch vom US-Handelsministerium hat Chinas Vizepremier Wang Qishan gelobt, dass in den Behörden und Amtstuben des Landes künftig nur noch legale Software eingesetzt werden soll. Als treibende Kraft hinter den Bemühungen Chinas, WTO-gerecht dem Schutz des geistigen Eigentums Geltung zu verschaffen, hat Wang laut ‚ITNews‘ ein entsprechendes umfassendes Programm angekündigt, das alle offiziellen Stellen erfassen soll. Auf Provinzebene soll es bis Mitte 2012 abgeschlossen sein, auf Stadt- und Kreisebene bis 2013. Ein denkbar ehrgeiziges Ziel.
Einem Bericht der Business Software Alliance (BSA) von 2010 nach handelt es sich bei rund 78 Prozent der installierten Software-Basis in China um Raubkopien. Als Reaktion darauf hat das kommunistische Reich der Mitte im Vorjahr begonnen, die von der Zentral- und den Lokalregierungen eingesetzten Computer zu inspizieren und dafür Sorge zu tragen, dass illegale durch legale Software ersetzt wird. Insgesamt sollen dafür umgerechnet 58,3 Millionen Dollar für Neukäufe geflossen sein. Bei der grossen Zahl chinesischer Beamten scheint das aber eher wie ein ganz winziger Tropfen auf einem ganz grossen heissen Stein zu sein. Dennoch sind die Bemühungen auf Behördenebene für BSA-Chef Robert Holleyman ermutigend, weil sie das Potenzial hätten, die Softwarepiraterie in China einzudämmen. (kh)

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