Chinas Botschafter versuchen Huawei zu helfen

10. Februar 2020, 16:23
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Die chinesischen Botschafter in Frankreich und Grossbritannien kritisieren Huawei-Gegner.

China versucht nun, diplomatischen Druck in Ländern auszuüben, wo Embargos gegen 5G-Equipment des chinesischen IT-Riesen Huawei diskutiert werden, wie 'The Register' berichtet.  Sowohl in Frankreich als auch in Grossbritannien haben die chinesischen Botschafter solche Diskussionen kritisiert.
In Frankreich schrieb der dortige Botschafter in einem offenen Brief, der auf der Webseite der Botschaft veröffentlicht wurde, dass Massnahmen gegen Huawei eine klare Diskriminierung eines Unternehmens aufgrund seiner Herkunft seien. Der Botschafter in Grossbritannien kritisierte Parlamentarier, die Embargos befürworten, und sprach davon, dass sie sich auf einer Hexenjagd befinden würden.
"Huawei befindet sich in Privatbesitz und hat nichts mit der chinesischen Regierung zu tun", erklärte der Botschafter gegenüber der 'BBC'. Das einzige Problem, das Huawei habe, sei, dass es sich um ein chinesisches Unternehmen handle.
Die grosse Frage für Länder, in denen Huawei vom Bau von 5G-Netzen ausgeschlossen wird, dürfte sein, ob China bereit zu einer weiteren Eskalation ist, um Huawei zu helfen. Wenn chinesische Botschafter von Diskriminierung reden, könnten Strafzölle gegen Produkte aus solchen Ländern ein logischer weiterer Schritt sein.

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