Chinesische Arbeitskräfte schon zu teuer? Notebook Produzent Compal flüchtet nach Vietnam

2. November 2007, 11:31
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Compal, einer der grossen fernöstlichen Originalhersteller von Notebooks, dessen Produkte zum Beispiel von Apple, Asustek, Sony und Fujitsu abgenommen werden, will seine Produktionskapazitäten in China nicht weiter ausbauen.

Compal, einer der grossen fernöstlichen Originalhersteller von Notebooks, dessen Produkte zum Beispiel von Apple, Asustek, Sony und Fujitsu abgenommen werden, will seine Produktionskapazitäten in China nicht weiter ausbauen. Wie der taiwanische IT-Newsdienst 'Digitimes' berichtet, will Compal stattdessen eine neue Notebook-Fabrik in Vietnam aufbauen. Die neue Fertigungsstätte in Hanoi, in die 30 Millionen Dollar investiert werden, soll im Frühling 2009 den Betrieb aufnehmen.
Obwohl chinesische Arbeitskräfte ja nun wirklich nicht auf Rosen gebettet sind erklärte Compal-President Ray Chen an einer Investorenkonferenz, dass weitere Investitionen in China angesichts der steigenden Lohnkosten für Compal nicht mehr genügend rentieren würden. Die neuen Arbeitsgesetze, die im Januar 2008 in Kraft treten werden, dürften gemäss Chen die Durchschnittslöhne um 10 bis 20 Prozent in die Höhe (oder in eine etwas geringere Tiefe) treiben.
Chen befürchtet allerdings in den ostchinesischen Notebook-"Hochburgen" wie Schanghai, Suzhou und Kunshan auch eine zunehmende Knappheit von Arbeitskräften. 2008, so schätzen Marktforscher, dürften weltweit wiederum rund 20 Prozent mehr Notebooks als dieses Jahr verkauft werden, und ein grosser Teil davon wird in dieser Region hergestellt. (hjm)

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