Chinesische KI-Startups werden mit Geld überschüttet

23. Juli 2018, 12:09
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In China wird mit unglaublichem Druck an der Erforschung neuer Anwendungen für Machine Learning und Künstliche Intelligenz gearbeitet.

In China wird mit unglaublichem Druck an der Erforschung neuer Anwendungen für Machine Learning und Künstliche Intelligenz gearbeitet. Und Startups, die auf diesem Gebiet tätig sind, scheinen wenig Mühe zu haben, Risikokapital aufzutreiben.
'Bloomberg' berichtet von zwei ziemlich extremen Beispielen. So soll ein Pekinger Jungunternehmen namens Megvii gerade dabei sein, in einer neuen Finanzierungsrunde mindestens 600 Millionen Dollar aufzutreiben. Der Bericht stützt sich auf anonym bleibende Insider-Quellen, der Wirtschafts-Nachrichtendienst scheint sich seiner Sache aber ziemlich sicher zu sein. Zu den Investoren gehören demnach die Alibaba Holding sowie das Finanzunternehmen Boyu Capital. Bereits zuvor haben der Alibaba-Gründer Jack Ma sowie Ants Capital, ein ebenfalls von Jack Ma gegründetes Unternehmen, in Megvii investiert. Laut den Bloomberg-Quellen wird Megvii die aktuelle Finanzierungsrunde in wenigen Wochen abschliessen – und sich danach sofort daran machen, in einer weiteren Runde noch mehr Geld aufzutreiben.
Megvii hat ein Gesichtserkennungssystem namens Face++ entwickelt, das unter anderem von Lenovo eingesetzt wird. Ein direkter Rivale auf diesem Gebiet ist SenseTime, ein weiteres chinesisches Startup. SenseTime wurde vor vier Jahren gegründet und hat laut 'Bloomberg', unter anderem ebenfalls von Alibaba, bereits 1,2 Milliarden Dollar an Risikokapital erhalten. Der theoretische Wert von SenseTime in den Augen der Investoren habe zuletzt schon 4,5 Milliarden Dollar betragen.
Nun soll SenseTime nahe daran sein, vom japanischen SoftBank Vision Fund eine weitere Milliarde einzuheimsen. Noch ist unklar, wie gross der Anteil sein würde, den SoftBank dafür erhält, aber SenseTime dürfte danach das am höchsten bewertete Startup auf dem Gebiet KI weltweit sein. (hjm)

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