Chinesisches IT-Know-how für die "beste Armee der Welt"

18. Juli 2011, 13:36
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Verteidigungsminister Maurer will in der Militärinformatik künftig stärker mit China kooperieren.

Verteidigungsminister Maurer will in der Militärinformatik künftig stärker mit China kooperieren.
Laut dem 'Tages-Anzeiger' in den Griff zu bekommen. Der VBS-Chef, der früher gesagt hatte, er wolle die Schweizer Armee zur "besten Armee der Welt" machen, hat am Donnerstag in Peking offenbar den chinesischen Verteidigungsminister Liang Guanglie getroffen und angekündigt, dass die Schweiz in der Militärinformatik künftig stärker mit China kooperieren wolle.
Nun bemerkt der 'Tagi', dass China zusammen mit Russland zu jenen Ländern gehört, die oft verdächtigt werden solcher Angriffe verdächtigt.
Details zu den Plänen gibt es zwar nicht, doch Schweizer Politiker schlagen bereits Alarm. Jakob Büchler, CVP-Nationalrat und Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission, meint: "Maurer muss in der nächsten SIK-Sitzung erklären, was er plant. China operiert im Bereich des Cyberwars besonders aggressiv, und es bestehen Bedenken, mit dem Land zusammenzuarbeiten." Büchler schlägt stattdessen eine stärkere Kooperation mit der Nato vor. Nationalrat und Armeegegner Jo Lang kritisiert ebenfalls das Vorhaben. China habe keine Hemmungen vor Internetspionage und missachte die Menschenrechte.
Kein Problem mit den Plänen haben hingegen der ETH-Sicherheitsexperte Albert Stahel sowie Pius Segmüller, CVP-Nationalrat und früherer Kommandant der Schweizergarde im Vatikan. "Von den Spitzbuben können wir am meisten lernen", zitiert der 'Tagi' Stahel. Segmüller meint, die Schweiz dürfe bei der Sicherheitspolitik nicht in einseitige Abhängigkeiten zu einzelnen Staaten (gemeint sind die USA) geraten. In "Bereichen der höchsten Sicherheitsstufe" sei jedoch für ihn eine Zusammenarbeit mit den Chinesen ausgeschlossen. (mim)

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