CIM-Pools 'PPS One' soll weltweit vertrieben werden (Update)

21. September 2006, 16:23
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Grosser US PPS-Spezialist SoftBrand will weltweit Schweizer Produktions-Software vermarkten.

Grosser US PPS-Spezialist SoftBrand will weltweit Schweizer Produktions-Software vermarkten.
Gestern trafen wir an der Zürcher ERP-Messe Topsoft einen ziemlich zufriedenen Emil Bertschi vom Baarer Software-Hersteller CIM-Pool. Warum Bertschi so zufrieden war, klärte sich heute: Der börsenkotierte US ERP-Spezialist SoftBrands gab bekannt, er werde das Add-on für Produktionsplanung und -Steuerung für SAP Business One, 'PPS One' von CIM-Pool, weltweit vertreiben.
SoftBrands stellt mehrere Lösungen für Hotelbetriebe her und und ist mit vier verschiedenen PPS, eines davon ist ebenfalls ein Zusatzmodul zu Business One, unterwegs. Unter dem Namen 'Fourth Shift Edition for Business One' hat SoftBrands ein Paket für die Prozessindustrie (Lebensmittel, Getränke, Chemie, Pharma, Gummi, Kunstoffe) aber auch für gewisse Branchen der diskreten Industrie (Medizinalgeräte, Halbleiter, Industriemaschinen, Elektronik). SoftBrands wird PPS One unter dem eigenen Namen als 'Fourth Shift Edition PPS One' vermarkten.
Die Amerikaner hat heute nach eigenen Angaben über 5'000 Kunden in mehr als 100 (!) Ländern und beschäftigt gegen 900 Mitarbeitende. Die Firma hat Niederlasssungen in Europa (Grossbritannien, Irland, Belgien), ist seit 1989 mit einer eigenen Operation in China und hat über 120 Mitarbeitende in Indien. Im letzten Geschäftsjahr setzten die Amerikaner gut 70 Millionen Dollar um. Als Partner nennt SoftBrands auch die IMG-Gruppe, einen SAP-Spezialisten, den man auch hierzulande kennt.
SoftBrands will vermehrt ins indirekte Geschäft
Für CIM-Pool, die PPS One bereits heute über Partner 10 verschiedenen Ländern und in sieben Sprachversionen installiert hat, dürfte die Partnerschaft mit SoftBrands potentiell sehr lukrativ sein, da die Amerikaner gut in Asien verankert sind.
SoftBrands wird das Schweizer PPS exklusiv vertreiben - CIM-Pool selbst wird sich auf die Weiterentwicklung der Software konzentrieren. Bisherige Partner, in der Schweiz sind das etwa Steffen Informatik und einige MTFs, werden über SoftBrands bedient. Es wird sich für sie aber nichts ändern, sagt Emil Bertschi. Die verschiedenen Systeme, die SoftBrands weltweit vertreibt, seien nicht wirklich für den indirekten Vertrieb geeignet und die Amerikaner hätten ganz bewusst nach Software gesucht, mit der man den Wiederverkaufs-Kanal stärken könne, so Bertschi.
CIM-Pool hatte früher bereits die PPS-Module für Europa3000 und Abacus entwickelt. Diese gehen unterdessen aber mit Eigenentwicklungen eigene Wege. (Christoph Hugenschmidt)
(Der letzte Abschnitt dieses Artikels wurde nachträglich geändert, nachdem wir Emil Bertschi von CIM-Pool erreichten.)

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