CIOs bewerten Herstellerchancen

11. Mai 2009, 15:08
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Cisco, HP, Dell, EMC und NetApp haben in nächster Zeit gute Karten im Rechenzentrum, finden CIOs von Grosskonzernen.

Cisco, HP, Dell, EMC und NetApp haben in nächster Zeit gute Karten im Rechenzentrum, finden CIOs von Grosskonzernen.
Goldman Sachs hat 100 CIOs von Fortune-1000-Unternehmen gefragt, welche Produkte welcher Hersteller sie in der nächsten Zeit unter die Lupe nehmen wollen, und wem sie die grössten Chancen geben, den Marktanteil im Rechenzentrum zu steigern.
Gemäss den Antworten können sich im Hardwarebereich generell Cisco, HP und Dell, sowie im Storage-Bereich EMC und NetApp schon mal etwas in Vorfreude üben. Von IBM und Sun dagegen erwarten die CIOs sinkende Marktanteile im RZ.
Im Softwarebereich werden gegenwärtig die Produkte von VMware als die strategisch wichtigsten erachtet. VMware wird auch am Häufigsten unter den Softwareanbietern genannt, von denen die CIOs eine Steigerung der Präsenz im eigenen Rechenzentrum erwarten, gefolgt von Microsoft, Citrix und Oracle. Eher auf dem absteigenden Ast sehen die CIOs CA.
Interesse für Cisco-Blades
Cisco wird, so prognostizieren die CIOs mehrheitlich, seine bereits deutliche Führungsstellung unter den Anbietern von Netzwerkkomponenten noch weiter ausbauen. Aber auch Ciscos neue Bladeserver stossen auf ein gemäss Goldman Sachs für ein so junges Produkt bereits erstaunlich hohes Interesse. 18 Prozent der Befragten wollen die "Unified Computing"-Produkte des Netzwerkriesen schon in den nächsten 12 Monaten evaluieren, 38 Prozent sind noch nicht sicher. Die Hauptkriterien, welche die CIOs bei der Entscheidung für oder wider Cisco-Blades anwenden wollen, sind dabei erstaunlich weit gestreut. Am häufigsten – aber doch nur von 21 Prozent – wurden die Features genannt, gefolgt von Leistung, Preis, Service und Support, der möglichen Reduktion der Herstellerzahl, der Reduktion der Komponentenzahl und der Anwenderfreundlichkeit (immer noch 9 Prozent).
Die 44 Prozent der CIOs, die Ciscos Blades vorerst ausdrücklich nicht in Betracht ziehen wollen, nennen hauptsächlich Budgetgründe, Zufriedenheit mit den bisherigen Herstellern sowie Zweifel an der preislichen Konkurrenzfähigkeit oder dem Produktkonzept als Grund.
Die Konvergenz von Ethernet- und Storage-Netzwerken – die nicht nur Cisco predigt - empfindet eine Mehrheit der CIOs aber nichtsdestotrotz als einen Haupttrend der kommenden Jahre. 3 Prozent wollen schon in den nächsten 12 Monaten mit der 5 Umsetzung beginnen, 21 Prozent in 1 bis 3 Jahren, 37 Prozent in 3 bis 5 Jahren und 11 Prozent in frühestens fünf Jahren. Die restlichen 28 Prozent haben keine Pläne in dieser Richtung
Storage-Spezialisten vorne
Bei den Netzwerken geht der Trend also hin zur Konvergenz, bei den Storage-Anbietern scheinen gemäss der Umfrage aber die Spezialisten EMC und NetApp gegenwärtig die besten Karten zu haben, vor allem wenn es um Virtualisierung geht. Als Grund dafür führt Goldman Sachs an, dass die Produkte beider Hersteller für beliebige Architekturen geeignet seien, und dass sie bei der Virtualisierungstechnologie einen Vorsprung hätten. 36 Prozent der CIOs wollen bei Storage-Virtualisierungsprojekten EMC-Produkte verwenden. Dahinter folgen NetApp (23 Prozent), Dell (15 Prozent), IBM (12 Prozent) und HP (8 Prozent). (Hans Jörg Maron)

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