CIOs erwarten Budget-Kürzungen

10. Dezember 2014, 11:43
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Die im zwölften Jahr von Capgemini vorgelegte IT-Trend-Studie für Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) gibt für 2015 eine "vorsichtig optimistische" Prognose ab.

Die im zwölften Jahr von Capgemini vorgelegte IT-Trend-Studie für Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) gibt für 2015 eine "vorsichtig optimistische" Prognose ab. Die komplette Studie wird zwar erst im Januar 2015 veröffentlicht, doch liegen nun bereits erste Zahlen vor. Allerdings hat Capgemini diesmal für die Schweiz keine expliziten Zahlen ausgewiesen, weil zu wenige hiesige CIOs an der Studie teilgenommen haben. Insgesamt habe man 154 CIOs befragt, von denen mehr als die Hälfte aus DAX-30-Unternehmen stammen, wie Capgemini mitteilt.
Konkret sind 2015 die Budget-Erwartungen weiter stark rückläufig: So erwarten im nächsten Jahr nur ein Drittel oder 33,6 Prozent der befragten IT-Chefs, dass ihnen mehr IT-Gelder zur Verfügung stehen werden. Damit liegen die Wachstumsprognosen noch unter dem Niveau von 2011 (35 Prozent). Am optimistischsten waren die CIOs im Jahr 2013, als laut Capgemini 41 Prozent der Befragten mehr IT-Gelder erwartet hatten. Konkrete Kürzungen sehen gleichwohl nur rund 19 Prozent auf sich zukommen und damit etwas weniger als im 2014 (21 Prozent). Erst für 2016 und 2017 sehen laut Studie wieder 43 Prozent der IT-Chefs steigende Etats.
Der Anteil der Fachbereiche an den Technologieausgaben bleibt laut Studie seit 2013 (19 Prozent) ebenfalls rückläufig. 2014 wurden dafür 16,3 Prozent ausgewiesen und für 2015 werden nun 17,4 Prozent erwartet. Übrigens liegt bei 62,4 Prozent der Unternehmen auch 2015 in den Fachabteilungen die Verantwortung für diese IT-Ausgaben. Die Gelder seien insbesondere in die Beratung, die Softwareentwicklung und in Software-Pakete geflossen und nur knapp 19 Prozent der CIOs haben gemäss Capgemini in externe Cloud-Services investiert. 2014 hatten noch über 33 Prozent angegeben, derartige Services von externen Anbietern zu beziehen.
Interessant ist zudem, dass in 28,2 Prozent der Unternehmen die Fachabteilung mit ihren Geldern Projekte finanzieren, deren Umsetzung von der Unternehmens-IT abgelehnt worden sind, weil sie nicht den Firmenstandards entsprechen. Capgemini weist in diesem Zusammenhang allerdings auf einen rückläufigen Trend hin, da die CIOs weniger Probleme bei der Standardisierung und Automatisierung und beim Entstehen neue Datensilos als 2014 prognostizieren und zum Beispiel nur noch rund 35 Prozent der Befragten eine Schatten-IT fürchten - 2014 hatten davon noch fast 60 Prozent berichtet. 22,4 Prozent der CIOs berichten ausserdem von umgesetzten Massnahmen, die nicht im IT-Budget stehen und knapp 13 Prozent von Projekten, die nicht zeitnah realisiert werden können. Das Résumé von Capgemini: Die Zusammenarbeit zwischen Business und IT funktioniert offenbar immer besser und beide Seiten bauen Vorurteile ab. (vri)

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