CIOs und die Sozialen Medien

7. April 2010, 11:28
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Forrester findet, CIOs sollten sich beim Einsatz von Sozialen Medien in einem Betrieb als Innovatoren profilieren.

Forrester findet, CIOs sollten sich beim Einsatz von Sozialen Medien in einem Betrieb als Innovatoren profilieren.
Die neuen "Sozialen Medien" wie Facebook, Twitter, Youtube, Xing und MySpace stossen in breiten Kreisen auf riesige Resonanz. Geschäftsleute, die nicht bei Linkedin oder Xing mitmachen, müssen genauso befürchten, in der gesellschaftlichen Nicht-Existenz zu verschwinden wie junge Leute, die kein Facebook-Profil haben. In der Firmenwelt spielen die "Sozialen Medien" aber erst eine geringe Rolle und werden, wenn sie überhaupt eingesetzt werden, in die PR- oder Marketing-Ecke geschoben.
Zudem nehmen (IT-)Organisationen Soziale Medien eher als Zeitfresser (siehe Facebook-Verbote) oder als Sicherheitsproblem wahr.
Der US-Marktforscher Forrester findet nun aber, dass Soziale Medien richtig eingesetzt das Potential haben, Geschäftsmodelle zu verändern. CIOs, die eine Führungsrolle bei der Einführung von Sozialen Medien einnehmen, könnten ihrer Organisation einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. In einem 18-seitigen Papier ("The CIO's Guide To Social Computing Leadership") beschreibt der Marktforscher einerseits, welches Potential die Entwicklung von Sozialen Medien für Firmen haben kann und schlägt andererseits vier konkrete Schritte vor, die CIOs unternehmen können, vor.
Die Wahrnehmung der IT verändern
Informatik wird bekanntlich in vielen Firmen und grossen Organisationen eher als Kostenblock und weniger als Motor von Veränderung und Innovation wahrgenommen. Diese Wahrnehmung können Informatik-Verantwortliche verändern, wenn sie Geschäftsprozesse überdenken und herausfinden, wie Soziale Medien die Firma voranbringen können.
Vier Schritte zum Glück
Konkret sollen Informatik-Abteilungen gemäss Forrester vier Schritte unternehmen, um eine Strategie bezüglich den neuen, gemeinschaftsbildenden Plattformen zu entwickeln. Zuerst sollen CIOs verstehen, wie Mitarbeitende und / oder Kunden die sozialen Medien einsetzen, was sie damit bezwecken und wie reif ihr Umgang damit ist.
In einem zweiten Schritt sollen CIOs herausfinden, welche Geschäftsziele Unternehmen mit der Bildung von externen wie auch von internen Communities verfolgen können.
Erst wenn klar ist, was (und wen) ein Unternehmen mit Sozialen Medien erreichen will (z.B. "Kundenideen für die Verbesserung von Produkten einsammeln") kann man sich daran machen, eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln und folgende Fragen zu beantworten: Wie können sich die Mitglieder "meiner" (zukünftigen) Community austauschen? Wie können sie sich finden? Wie können sie sich gegenseitig helfen und wie können sie befähigt werden, eigene Inhalte zu gestalten und bei der Lösung von Problemen zusammenzuarbeiten?
Erst wenn man die ersten drei Schritte hinter sich gebracht hat, ist es Zeit, über Technologie und die Auswahl der richtigen nachzudenken. (Christoph Hugenschmidt)
Das Papier von Forrester ist sehr auf die USA zugeschnitten, wo Soziale Medien verbreiteter als hierzulande sind. Doch kann es in unseren Augen einer IT-Organisation Anstösse zur Beantwortung der Frage geben, wozu Soziale Medien für eine Firma gut sein könnten und wie eine IT-Organisation mit der sozialen Interaktion über das "Web 2.0" umgehen könnte. Es kann für 499 Dollar Online bezogen werden.

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