Cisco an Partner: Denkt an die Software!

27. April 2015, 04:54
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Mindestens die Hälfte der Cisco-Partner sollten Software in ihr Portfolio aufnehmen, findet Channelchef Bruce Klein.

Mindestens die Hälfte der Cisco-Partner sollten Software in ihr Portfolio aufnehmen, findet Channelchef Bruce Klein.
Dass Cisco versucht, seinen Softwarebereich zu stärken und sich vom Image der reinen Hardwarecompany zu lösen, ist nicht neu. Aber mit Produkten wie dem neuen Kollaborations-Tool "Spark" hat der Netzwerkriese seine entsprechenden Bemühungen in den letzten Monaten verstärkt.
Ciscos Channelchef Bruce Klein hofft, dass auch Partner weltweit vermehrt beginnen, an der Softwarekurbel zu drehen: "Wir wollen, dass mehr als die Hälfte unserer Partner ein Geschäft mit Cisco-Software in ihr Business-Modell einbauen", erklärte er in einem Gespräch mit 'CRN' im Vorfeld des weltweiten "Partner Summit", der ab heute in Montreal stattfindet. Die Fähigkeit, Hardware- und Software- und weitere Services zu kombinieren, werde ein Schlüssel dafür sein, auch in den kommenden Jahren Kundenbedürfnisse zu befriedigen und dabei die Margen hochhalten zu können.
Um dies zu untermauern verwies Klein auf Wachstumstrends im IT-Geschäft: "Der Softwaremarkt wächst doppelt so schnell wie der Hardwaremarkt. Und wenn man genauer hinschaut sieht man, dass technische Services für Software sechs oder siebenmal schneller wachsen als für Hardware. Das ist eine Riesengelegenheit." Allerdings muss ein Partner dafür etwas Schnauf haben: "Wenn man alle Faktoren miteinbezieht, und dann den Verkauf eines Softwarebündels über vier, fünf oder sechs Jahre anschaut, dann fangen die Umsatz- und Margenmodelle an, richtig zu spielen."
Laut Klein wird Cisco auch in nächster Zeit weitere neue Softwareprodukte auf den Markt werfen. Zudem deutete er zumindest an, dass es auch neue Software-bezogene Spezialisierungsrichtungen für Partner geben wird. Klein versucht aber den Einruck zu vermeiden, dass es um ein "entweder oder" geht, beziehungsweise aus "Hardware-getriebenen" Partnern nun "Software-getriebene" Partner werden müssten. "Software wird einfach ein Teil ihres Geschäfts werden.... Sie werden immer noch ihre Spezialisierungen haben." Insgesamt gehe es für den Channel darum, Kunden dabei zu helfen, die Vorteile der Cloud bestmöglich in ihre Geschäfte zu integrieren. Sowohl das Software- als auch das Hardware-Geschäft sei letztlich Teil dieses "Cloud Advantage Services"-Geschäfts.
Wie man ein Softwaregeschäft aufbauen und das mit dem Verkauf der Cisco-Hardware und auch Cisco-Cloud-Plattform "Intercloud" verbinden soll, dürfte aber weiterhin vielen Partnern noch nicht ganz klar sein und noch einige Erkärungen seitens Cisco bedingen. Dies dürfte denn auch eines der Hauptgesprächsthemen der Cisco-Leute an der Partnerkonferenz in Montreal sein. (Hans Jörg Maron)

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