Cisco baut Stellen trotz Gewinnplus ab

18. August 2016, 13:30
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5500 Arbeitsplätze will der Netzwerkausrüster streichen.

5500 Arbeitsplätze will Cisco streichen. Dies sind sieben Prozent der Stellen weltweit. Dies obwohl der Netzwerkausrüster den Gewinn vergangenes Jahr steigern konnte.
Nachdem gestern Gerüchte über einen Stellenabbau bei Cisco kursierten, bestätigt der Netzwerkausrüster diesen nun im Rahmen der Präsentation des Geschäftsergebnisses. Der Abbau fällt jedoch nicht ganz so drastisch aus, wie zunächst angenommen. Cisco kündigt an, weltweit 5500 Stellen weltweit zu streichen. Dies entspricht etwa sieben Prozent der Angestellten.
Der Abbau beginne im aktuellen Quartal, teilt das Unternehmen mit. Im laufenden Geschäftsjahr entstehen Zusatzkosten von bis zu 700 Millionen Dollar. Zunächst war gemäss einem Insider von 'CRN' von bis zu 20 Prozent der Arbeitsplätze die Rede. Ob es denn zu einem weiteren Abbau kommen werde, wollte das Unternehmen auf Anfrage von 'CRN' nicht kommentieren.
Der Stellenabbau hängt mit einer Restrukturierung des Konzerns zusammen. Künftig wolle man vermehrt in die Bereiche Internet of Things (IoT), Rechenzentren der nächsten Generation und Cloud fokussieren, so Cisco-CEO Chuck Robbins. In den weniger stark wachsenden Geschäftsbereichen sollen die "Kosten optimiert" werden, heisst es weiter.
Update (19.08.2016): Auf unsere Frage zur Situation in der Schweiz, schreibt das Unternehmen: "Cisco gibt zu den Auswirkungen der Restrukturierung auf einzelne Regionen oder Länder keine Kommentare ab." Auch wie viel Angestellte Cisco Schweiz derzeit hat, wollte uns das Unternehmen nicht verraten.
Stagnierender Umsatz
Cisco hat zudem das Ergebnis des vierten Geschäftsquartals 2016 präsentiert. Im letzten Quartal erzielte das US-Unternehmen einen Umsatz von 12,64 Milliarden Dollar. Dies sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 9,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet Cisco einen Grossteil seines Geldes in der Produkte-Sparte. Hier ging der Umsatz mit dem Verkauf von Routern um sechs Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen aber die Erlöse aus dem Verkauf von Switches um zwei Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Dollar. Auch im Bereich Collaboration wuchs der Umsatz leicht an. Der Nettogewinn fiel mit 2,81 Milliarden Dollar um über 20 Prozent höher aus als im Vorjahresquartal.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2016 meldet Cisco einen bei 49,25 Milliarden Dollar stagnierenden Umsatz. Der Nettogewinn kletterte im Vergleich zu 2015 von 9,0 auf 10,7 Milliarden Dollar. (kjo)

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