Cisco-Chef: "Es wird schlimmer"

6. November 2008, 09:21
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Gewinn stagniert. Umsatzrückgang für das laufende Quartal erwartet. Auftragseingang sank im Oktober um 9 Prozent.

Gewinn stagniert. Umsatzrückgang für das laufende Quartal erwartet. Auftragseingang sank im Oktober um 9 Prozent.
Der Netzwerkspezialist Cisco Systems verzeichnete im ersten Geschäftsquartal zwar einen Umsatzanstieg um 8,1 Prozent von 9,6 auf 10,3 Milliarden Dollar, doch gleichzeitig stagnierte der Reingewinn bei 2,2 Milliarden Dollar. Gegenüber dem 'Wall Street Journal' sagte Cisco-Chef John Chambers im Bezug auf die schwierige wirtschaftliche Lage, dass es "noch schlimmer werden wird".
Cisco als grösster Hersteller von Netzwerkkomponenten gilt als wichtiger Gradmesser der internationalen ICT-Branche. Schon im vergangenen Juli hatte Chambers mit der Aussage, dass sich die Branche wohl erst im Frühjahr erholen werde, die Börsianer geschockt. Mit dem Stillstand beim Gewinn musste nun aber auch Cisco einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen.
Dem 'Wall Street Journal' sagte Chambers, dass sich die Situation bei Cisco erst in den letzten zwei Monaten "dramatisch verändert" habe. Im August wuchs der Auftragseingang noch um 7 Prozent im Jahresvergleich - im Oktober sank dieser Wert um satte 9 Prozent. Die Krise hat nach Meinung von Chambers nach den USA und Europa nunmehr auch das aufstrebende Asien erfasst.
Für das laufende zweite Quartal prognostiziert Cisco einen Umsatzrückgang von 5 bis 10 Prozent. Langfristig erwartet Cisco aber wieder Wachstum. Der Umsatz soll in den nächsten drei bis fünf Jahren um 12 bis 17 Prozent steigen. (Maurizio Minetti)

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