Cisco erhöht seine Preise wegen Nachschubproblemen

7. Oktober 2021, 13:55
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Ab dem kommenden Monat sollen die Hardware-Preise um einige Prozente nach oben gehen.

Wie der 'Register' berichtet, warnt Cisco gegenwärtig Kunden, dass die Basispreise für Hardware ab dem kommenden Monat aufgrund der anhaltenden Herausforderungen in der globalen Lieferkette erhöht werden. Cisco bestätigt dies auch in einem Statement gegenüber 'The Register': "Im Zusammenhang mit den anhaltenden, globalen und branchenweiten Problemen in der Lieferkette, wird Cisco zu Beginn seines 2. Geschäftsquartals seine Basis-Preisstruktur erhöhen. Dies widerspiegelt die mangelnde Verfügbarkeit und die erhöhten Kosten für bestimmte Komponenten sowie damit zusammenhängende höhere Herstellungs- und Frachtkosten."
Laut Quellen des 'Register' soll die Preissteigerung 7% betragen.
Cisco ist nicht der einzige grosse Hardwarehersteller im ICT-Bereich, der aufgrund der Nachschub-Krise Preise erhöht. HPE beispielsweise hat dies bereits Mitte dieses Jahres gemacht, auch Arista kündigte mögliche Preiserhöhungen für das kommende Jahr an.
Die Hardware-Hersteller werden gegenwärtig nicht nur mit höheren Preisen für Komponenten wie CPUs oder Memory-Chips konfrontiert. Wie der Arista-CEO Jayshree Ullal ausführte, sind auch die Preise für passive elektronische Komponenten und Kupfer gestiegen, ebenso wie die allgemeinen Fracht- und Logistikkosten.
Gleichzeitig profitieren allerdings auch manche Hardware-Hersteller und ihre Zulieferer von der Situation. Unternehmen aus der Halbleiter-Branche erzielten zuletzt Rekordumsätze und -margen, und auch HPE hat im Quartal, in dem das Unternehmen Preise erhöht hat, eine Rekordmarge verbucht. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat kürzlich vorhergesagt, dass sich die Verfügbarkeit von IT-Komponenten im nächsten Jahr zwar verbessern wird, aber dass die Preise trotzdem nicht stark fallen, sondern eher einfach nicht weiter steigen werden. Die erhöhte Rentabilität, welche die hohen Preise der Halbleiterindustrie bescheren, sind für das Marktforschungsunternehmen einer der Gründe hierfür.

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