Cisco klagt gegen Apples iPhone

11. Januar 2007, 10:09
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Hat Steve Jobs sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, als er das iPhone verkündete? Die Verhandlungen mit Cisco sind jedenfalls noch nicht unter Dach und Fach und der Netzwerkspezialist hat vorsorglich Klage eingereicht.

Hat Steve Jobs sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, als er das iPhone verkündete? Die Verhandlungen mit Cisco sind jedenfalls noch nicht unter Dach und Fach und der Netzwerkspezialist hat vorsorglich Klage eingereicht.
Das die Namensrechte für den Begriff iPhone bei Cisco liegen war jedem spätestens seit der Vorstellung von Ciscos eigenem iPhone, einer VoIP-Lösung, im Sommer 2006 klar. Kein Aufschrei seitens Apple, kein Antrag auf Markenschutz für eine andere Produktgruppe, stattdessen im Vorfeld der MacWelt Expo Gespräche über eine Namensnutzung durch Apple.
Diese kamen aber offensichtlich nicht rechtzeitig vor der Veranstaltung in San Francisco zu einer einvernehmlichen Einigung und so blieben weder dem Apple-Gründer noch dem Netzwerkausrüster andere Optionen als die, die man letztendlich gewählt hat. Eine MacWorld ohne eine Vorstellung des iPhones wäre für das Image und den Börsenkurs von Apple eine Katastrophe geworden, vor allem wenn die Ankündigung wenige Wochen später doch erfolgt wäre. Derweil bleibt Cisco keine andere Wahl, als wie geschehen in Kalifornien die Klage wegen der Verletzung von Namensrechten einzureichen, um kein stillschweigendes Einverständnis zu signalisieren. Es ist zu erwarten, dass die Unternehmen trotz der formellen Schritte in Kürze eine aussergerichtliche Einigung erzielen werden, wie Cisco in einer Meldung dies schon für den 9. Januar erwartet hatte. Bis dahin gibt es kostenloses Marketing für beide iPhones, denn nur keine Nachrichten sind schlechte Nachrichten. (Thomas Mironiuk)
(Foto (c) Cisco/Linksys: iPhone)

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