Cisco lanciert umfassende Strom-Management-Technologie

27. Januar 2009, 13:20
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Heute Switches, in ein paar Monaten PCs und in einem Jahr ganze Gebäude: Alles, was an einem IP-Netzwerk hängt, soll über "EnergyWise" gesteuert werden können.

Heute Switches, in ein paar Monaten PCs und in einem Jahr ganze Gebäude: Alles, was an einem IP-Netzwerk hängt, soll über "EnergyWise" gesteuert werden können.
Cisco-CEO John Chambers hat heute anlässlich seiner "Cisco Networker"-Veranstaltung in Barcelona erstmals offiziell die neue "EnergyWise"-Technologie vorgestellt. Mit "EnergyWise" möchte der Netzwerkriese eine zentrale Stellung nicht nur in der "Green-IT" sondern auch ganz allgemein bei den Stromsparbemühungen von Unternehmen erobern.
An IP-Netzwerken, so argumentiert Cisco, hängen heute nicht nur IT-Komponenten wie PCs und Server sondern immer mehr auch Gebäudeeinrichtungen, vom Licht über Heizungen, Lifte und Rolläden bis zu Security-Einrichtungen. Dies lege es nahe, die "Intelligenz" zur Überwachung des Stromverbrauchs aller dieser Geräte und ihrer Steuerung ins Netzwerk selbst zu integrieren. Dies ermögliche eine Integration des gesamten Strom-Managements in eine einheitliche Management-Plattform. Zudem soll auch bereits vorhandene Gebäude-Management-Software anderer Hersteller integriert werden können.
Wie Cisco sich das vorstellt, sieht man am besten in dieser kurzen Flash-Demo. Darin wird gezeigt, wie über eine zentrale Management-Oberfläche der Stromverbrauchsstatus aller eingebundenen Geräte abgerufen und durch individuelle und Gruppenpolicies automatisch zeitlich gesteuert werden könnte. Solche Zeitpläne können wiederum auch von einzelnen Ereignissen übersteuert werden: Wenn zum Beispiel ein Angestellter mitten in der Nacht seinen Sicherheitsbadge benützt, um das Gebäude zu betreten, kann das System die Geräte in seinem Büro flugs wieder "aufwecken".
Der Anfang ist noch einigermassen bescheiden: Ab Februar werden neue Catalyst-Switches von Cisco "EnergyWise" unterstützen. Einige bereits vorhandene Modelle können über kostenlose Software-Upgrades nachgerüstet werden. Über diese Switches können dann einige erste Netzwerkomponenten wie WLAN-Access-Points, IP-Telefone oder Überwachungskameras gesteuert werden. In den nächsten Monaten will Cisco aber schnell vorwärts machen. Schon im Sommer soll die "EnergyWise"-Technologie in Zusammenarbeit mit dem Start-up Verdiem auf PCs, Laptops und Printer ausgeweitet werden. Anfang 2010 soll dann die Einbindung von Gebäudesystemen möglich werden. Cisco arbeitet dazu einerseits mit Schneider Electric zusammen. Cisco hat aber auch selbst gerade einen Spezialisten für Gebäudesteuerungs-Hard- und –Software übernommen, das US-Unternehmen Richards-Zeta Building Intelligence, dessen Middleware-Technologie in "EnergyWise" einfliessen soll. (hjm)

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