Cisco überrascht Analysten mit guten Zahlen und Prognosen

16. August 2018, 08:48
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Der Netzwerk-Spezialist Cisco hat mit seinem Ausblick auf das erste Quartal den Markt und die Experten überrascht.

Der Netzwerk-Spezialist Cisco hat mit seinem Ausblick auf das erste Quartal den Markt und die Experten überrascht. Für das erste Quartal, das im Oktober endet, stellte der Konzern nach Börsenschluss ein Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent in Aussicht.
Von 'Bloomberg' befragte Experten waren zuletzt im Schnitt nur von 3,7 Prozent ausgegangen. Der erwartete bereinigte Gewinn je Aktie soll nun bei 70 bis 72 US-Cent landen. Auch hier hatten die Experten weniger erwartet.
Cisco verzeichnete in allen Marktsegmenten und geografischen Regionen Zuwächse, aber das Wachstum im Bereich Software und Services ist der wichtigste Indikator sowohl für die langfristige Strategie des Unternehmens als auch für die Wall Street.
Wachstum in allen Segmenten
Auch im vierten Geschäftsquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte Cisco den Umsatz steigern. Die Erlöse legten im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 12,8 Milliarden US-Dollar zu. In Europa stieg der Umsatz um acht Prozent. Die Hardware-Sparte verzeichnete einen Umsatz von 7,44 Milliarden US-Dollar, ein Plus von sieben Prozent. Bei Software stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 1,34 Milliarden US-Dollar und der Security-Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 627 Millionen US-Dollar.
Der Gewinn unter dem Strich kletterte auch dank Steuererleichterungen um 57 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar. Beides lag über den Erwartungen von Experten. Konzernchef Chuck Robbins sprach von einem "sehr starken Abschluss eines grossartigen Jahres".
Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die Erlöse um drei Prozent auf 49,3 Milliarden Dollar. Der Überschuss sackte hingegen um 99 Prozent auf 0,1 Milliarden Dollar ab. Grund war hier insbesondere die US-Steuerreform, die bei Cisco zu milliardenschweren Lasten führte.
Die Abhängigkeit des Konzerns von Hardware-Verkäufen sinkt und der von Konzernchef Robbins forcierte Wandel zum Software- und Abo-Modell zeigt Resultate, auch wenn man das meiste Geld immer noch mit Switches und Routern verdient. Dies dürfte der Grund für den Optimismus bei Cisco und Analysten sein: Nachbörslich legten die Aktien um mehr als drei Prozent zu. (mag / sda)

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