Cisco wird Security-Dienstleister

3. März 2009, 14:47
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Managed Security, Hosted Security und ein Hybrid-Modell. Aber der Vertrieb soll trotzdem über Partner erfolgen.

Managed Security, Hosted Security und ein Hybrid-Modell. Aber der Vertrieb soll trotzdem über Partner erfolgen.
Cisco hat heute an der CeBIT den weltweiten Start von eigenen E-Mail-Security-Services angekündigt. Sie basieren auf der Technologie des Anfang 2007 von Cisco übernommenen Unternehmens IronPort, gehen aber deutlich über das bisherige Serviceangebot hinaus. Cisco will ab April drei Varianten anbieten: Eine "managed" Version mit Infrastruktur vor Ort, eine voll gehostete Version und eine hybrid-Version (siehe unten).
Obwohl die Services von Cisco-eigenen Rechenzentren aus erbracht werden, wird der Vertrieb aber über Cisco IronPort-Partner erfolgen, wie der bei Cisco Schweiz für den IronPort-Bereich zuständige Robert Bertschinger gegenüber inside-channels.ch bekräftigte: "Wir wollen auch für diese neuen Angebote unsere bestehenden Vertriebskanäle 'leveragen'. Wir werden zwar auch hierfür unser 'Direct Touch'-Modell anwenden, also den Markt bearbeiten und selbst mit Kunden sprechen. Aber der eigentliche Vertrieb und die Verträge laufen über Partner."
"IronPort Hosted E-Mail Security", findet Cisco, folge einem "Cloud-basierten Software-as-a-Service (SaaS)-Modell". Dies unterstütze "Green-IT"-Initiativen durch reduzierten Aufwand für Strom, Kühlung und Betrieb. Zumindest teilweise handelt es sich dabei aber um klassisches Hosting: Die Infrastruktur muss gemäss Cisco nicht mit anderen Kunden geteilt werden. Zudem erhalten sie zur Überwachung einen eigenen Management-Zugang.
Bei "Hybrid Hosted E-Mail Security" läuft ein Teil der Infrastruktur im Rechenzentrum und ein anderer Teil beim Kunden selbst. Eingehende können Mails beispielsweise "Cloud-basiert" gefiltert werden, während der ausgehende Verkehr vor Ort verschlüsselt und überprüft wird, um zu verhindern, dass sensible Daten verschickt werden.
Beim "Managed E-Mail Security Service" wird die ganze Infrastruktur beim Kunden installiert, während Cisco die Appliances vom RZ aus überwacht und verwaltet. Die IronPort-Appliances sind natürlich auch weiterhin wie bisher ohne diese Zusatzservices erhältlich. (Hans Jörg Maron)

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