Ciscos Mühe in Europa

10. Mai 2012, 10:01
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Europäische Kunden und Grossfirmen sind zurückhaltend: Cisco steigert zwar erneut den Gewinn, bleibt aber bei seinen Prognosen vorsichtig.

Europäische Kunden und Grossfirmen sind zurückhaltend: Cisco steigert zwar erneut den Gewinn, bleibt aber bei seinen Prognosen vorsichtig.
Cisco Systems konnte zwar mit den Zahlen des vergangenen Quartals die Erwartungen der Analysten knapp übertreffen, doch die Aktie des Netzwerkgiganten tauchte nachbörslich um fast 9 Prozent. Grund dafür ist der weiterhin verhaltene Ausblick Ciscos auf die kommenden Quartale.
Der Nettogewinn wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 2,17 Milliarden Dollar, beim Umsatz gab es einen Zuwachs um 6,6 Prozent auf 11,59 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit Switches wuchs um 5 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar, jenes mit Routern stagnierte aber bei 2,1 Milliarden Dollar. Während Cisco im Geschäft mit Servern zulegen konnte, stagnierte das Collaboration-Business. Immerhin schaffte es Cisco zum zweiten Mal in Folge, beim Gewinn zuzulegen. Zuvor hatte Cisco ein Jahr lang Gewinnrückgänge hinnehmen müssen.
Cisco hatte im vergangenen Quartal vor allem in Europa und vor allem bei Grosskunden Mühe. Die Umsätze mit Grosskunden sanken um 1 Prozent. CEO John Chambers sagte, die schwierige Situation in Südeuropa habe sich noch verschlechtert. Im Allgemeinen vergehe mehr Zeit, bis Deals abgeschlossen werden und meistens sei das Volumen dann kleiner als angenommen. Immerhin verzeichnete Cisco in den Wachstumsländern gute Zahlen, so wuchsen etwa die Umsätze in Russland im Jahresvergleich um 22 Prozent.
Trotz allem scheint sich Cisco nach dem bewegten vergangenen Jahr wieder erholt zu haben. Der Fokus auf wenige Bereiche und der Management-Umbau haben sich zumindest bisher ausbezahlt. (mim)

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