Citrix lanciert "Do-it-yourself"-App Store für Unternehmen

6. Mai 2009, 09:08
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"Dazzle": Unternehmensinformatik als Online-Selbstbedienungsladen.

"Dazzle": Unternehmensinformatik als Online-Selbstbedienungsladen.
Online-Selbstbedienungsläden wie Apples "App Store" und seine Nachahmer, aus denen Heimanwender auf einfache Weise Software und Inhalte beziehen können, sind eine beliebte Sache. Was die User zu Hause glücklich macht, würde sie auch an ihrem Arbeitsplatz begeistern, meint nun Citrix. Und glückliche User wären auch produktivere User.
Citrix-CEO Mark Templeton meint dazu blumig: "Tag für Tag finden Angestellte daheim eine fantastische Menge von aufregenden Apps und Services auf dem Web, die ihren Einfallsreichtum beflügeln und ihnen die volle Kontrolle geben. Wenn sie dann an den Arbeitsplatz kommen, wird ihr Umgang mit IT von einem 'Einheitsbrei' geprägt, der ihnen jegliche Produktivität und Innovationskraft auszutreiben droht".
Nun will Citrix Unternehmen mit "Dazzle" ein kostenloses Zusatztool zu seinen bisherigen Produkten geben, mit dem sie eigene, "ultracoole" (O-Ton Templeton) unternehmensinterne App Stores bauen und so die Anwender aus dem Einheits-IT-Käfig befreien können.
Templeton geht es aber nicht nur um glückliche Freilandhüh..., äh User: "Der Hintergedanke ist natürlich, dass IT-Abteilungen, indem sie den Anwendern die Wahlmöglichkeiten geben, die diese so dringend wollen, auch eine Menge Geld sparen und dabei sogar noch mehr Kontrolle über die Dinge gewinnen kann, die wirklich wichtig sind."
Drei Gratis-Tools
Das Konzept beruht auf drei Tools, die Citrix gerade an der Userkonferenz "Synergy" vorgestellt hat, Dazzle selbst, dem "Citrix Receiver" sowie dem "Merchandising Server". Die beiden letzteren sind sofort erhältlich, Dazzle soll später in diesem Jahr folgen. Alle drei Tools sind kostenlos für Unternehmen, die eine gültige Lizenz für eines der "Delivery Center"-Produkte von Citrix besitzen.
Der Receiver ist gemäss Citrix ein schlanker Eiinheitsclient, der auf allen möglichen Geräten laufen soll und den Usern den Zugriff auf die über XenApp oder XenDesktop zentral bereitgestellten Applikationen gibt. Voll integriert mit dem Receiver ist der Dazzle-Client, der auf Windows und Mac-Computern läuft und das eigentliche App Store-Feelling vermittlen soll. Gemäss Citrix soll Dazzle sehr einfach zu bedienen sein. User können darin ihre persönlichen Apps und Inhalte auswählen, sie in eigenen "Playlists" organisieren und sehen auch, welche Programm nicht nur online, sondern im Bedarfsfall auch offline gebraucht werden können.
Verwaltet wird so ein Dazzle-Store über den Merchandising Server. Darin können die IT-Abteilungen bestimmen, welche Apps "gratis" sind und für welche den Abteilungen etwas verrechnet wird. Ausserdem können Empfehlungen abgegeben und Zugriffsberechtigungen und Abläufe festglegt werden. So könnte zum Beispiel berstimmt werden, dass ein User für den Zugriff auf eine bestimmte Applikation die Zustimmung eines Vorgesetzten braucht. Solche Abläufe können zudem über das im Server integrierte "Workflow Studio" automatisiert werden. Falls ein Anwender eine Applikation nur für ein bestimmtes Projekt braucht, kann seine Zugriffsberechtgung auch zeitlich begrenzt werden.
Für die Verwaltung über einen solchen App Store eignen sich gemäss Citrix unter anderem Online- und Offline-Applikationen, die über XenApp, Microsoft Terminal Services, XenDesktop oder andere Virtualisierungslöungen bereitgestellt werden, SaaS-Applikationen wie Salesforce.com oder GoToMeeting, andere Webaplikationen die direkt oder über XenApp eingebunden werden können, Inhalte wie Dokumente, Videos oder SharePoint-Sites und sogar virtuelle PC-Zusatzpower aus dem internen Rechenzentrum für User aus dem technischen Bereich. (Hans Jörg Maron)

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