Citrix schneidet sich einen Arm ab

18. November 2015, 16:00
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Der US-Software-Hersteller lagert die GoTo-Produkte in eine separate Firma aus, baut ungefähr 1000 Stellen ab und konzentriert sich auf Kernprodukte.

Der US-Software-Hersteller lagert die GoTo-Produkte in eine separate Firma aus, baut ungefähr 1000 Stellen ab und konzentriert sich auf Kernprodukte.
Das US-Beteiligungsunternehmen Elliott Management übt seit diesem Frühsommer massiv Druck auf Citrix aus, den Gewinn der Firma zu erhöhen. Heute nun gibt der Software-Hersteller bekannt, wie er dies bewerkstelligen will.
Als ersten Schritt will Citrix die Produkte der GoTo-Familie in eine separate Firma auslagern. Damit wird etwa ein Viertel des Umsatzes von Citrix wegfallen. Die Ausgliederung der Firma soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Der Spinoff wird separat an der Börse kotiert sein und der Deal für Citrix-Aktionäre steuerfrei ausfallen.
Neben der Gründung des Spinoffs will Citrix, so teilt der Konzern heute mit, rund 1000 Vollzeitstellen streichen. Das wird schnell gehen: Der Grossteil der Restrukturierungsmassnahmen soll zwischen November 2015 und Januar 2016 umgesetzt werden.
Drittens will sich der Konzern auf bestimmte Produktefamilien konzentrieren. Diese sind XenApp, XenDesktop, XenMobile, ShareFiler und NetScaler. Andere Produkte sollen entweder nicht mehr weiterentwickelt werden oder grad ganz vom Markt genommen werden. Bei anderen wiederum soll die Technologie in die oben erwähnten Kernprodukte eingebracht werden. Der Prozess der Sortimentsbereinigung ist gemäss dem Hersteller noch nicht abgeschlossen.
SAP-Mann wird Marketing-Boss
Mit Tim Minahan hat Citrix zudem einen neuen Marketing-Chef an Bord geholt. Minahan war bisher bei SAP für das Marketing für die Cloud-Lösungen verantwortlich. (hc)

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