CKW setzt nun doch auf Smart Meter

12. Januar 2015 um 14:46
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Um Kosten zu sparen, haben die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) 2014 in einem Pilotprojekt in der Entlebucher Gemeinde Flühli den Einsatz von tausend intelligenten Stromzählern, sogenannte Smart Metern, getestet.

Um Kosten zu sparen, haben die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) 2014 in einem Pilotprojekt in der Entlebucher Gemeinde Flühli den Einsatz von tausend intelligenten Stromzählern, sogenannte Smart Metern, getestet. Die Einsparungen über das Fernablesen des Stroms per Funk hätten sich dabei als lukrativ erwiesen. Der Smart-Meter-Einsatz sei in der voralpinen Region von Sörenberg trotz der Investitionen in die neuen Geräte günstiger als das manuelle Ablesen durch einen Mitarbeiter vor Ort, wie CKW-Sprechrin Dorothea Ditze zu inside-it.ch sagte. Deshalb werde man in der gesamte Gemeinde Flühli bis im Herbst 2015 nun 1'500 weitere Geräte der neusten Generation zur vollumfänglichen Fernablesung der Stromdaten in der Gemeinde installieren und dazu insgesamt eine Million Franken investieren.
Bereits Anfang 2014 hatte die CKW die flächendeckende Einführung von Smart-Metern im Kanton getestet, um Energie einzusparen. Damals war das Projekt aber gescheitert, weil man die Kunden bei möglichen Stromeinsparungen von rund 30 Franken pro Jahr und Haushalt nicht von der aktiven Nutzung der neuen Technologie überzeugen konnte. In dieses Projekt waren drei Millionen Franken geflossen. Jetzt fokussiert die CKW nicht speziell die Potenziale zur Energieeinsparungen sondern die Kostenseite. Statt wie bisher die meisten Stromzähler im Kanton Luzern vor Ort abzulesen und die Stromverbrauchsdaten dann elektronisch zu erfassen, übernehmen nun gerade in den topographisch anspruchsvollen Regionen Smart-Meter diese teure Arbeit.
Interessant ist, dass beispielsweise die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) schon lange auf die neue Technik setzen, während die CKW noch immer schreibt, Funktechnologie sei zwar "zum Ablesen von Wasser- und Gaszählern vielerorts schon seit Jahren weit verbreitet", doch in der Stromwirtschaft mache sie "vorrangig in ländlichen und weitläufigen, also topografisch anspruchsvollen Gebieten Sinn". (vri)

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