Cloud-Business von Oracle läuft schlechter als erwartet

20. März 2018, 10:35
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Das Cloud-Geschäft von Oracle hat die Wachstumserwartungen von Analysten verfehlt und zu einem Einbruch der Aktie des Konzerns geführt.

Das Cloud-Geschäft von Oracle hat die Wachstumserwartungen von Analysten verfehlt und zu einem Einbruch der Aktie des Konzerns geführt.
Für das dritte Quartal weist Oracle einen Gesamtumsatz von 9,77 Milliarden Dollar aus. Dies entspricht einem Wachstum von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der operative Gewinn belief sich auf über vier Milliarden Dollar, nach 2,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Allerdings war dies wie bei zahlreichen anderen Unternehmen auf die US-Steuerreform zurückzuführen.
Das Hardwaregeschäft trug im letzten Quartal 994 Millionen Dollar zum Gesamtumsatz bei.
Der Umsatz aus dem Cloud-Business liegt bei 1,57 Milliarden Dollar. Damit ist der Umsatz in diesem Bereich zwar um über 30 Prozent angestiegen, liegt aber dennoch unter den Erwartungen. Das Ergebnis würde die "massiven Chancen des Marktes" nicht widerspiegeln, die sich durch den Umstieg von On-Premise- zu Cloud-Lösungen ergeben, so Oracle in einer Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis, von der 'CRN' berichtet.
Erst 15 Prozent der bestehenden Oracle-Kunden hätten den Wechsel in die Cloud vollzogen. Zwei Drittel des Softwareumsatzes oder 6,43 Milliarden Dollar erzielte Oracle mit dem Verkauf von On-Premise-Lizenzen. Co-CEO Mark Hurd habe jedoch betont, dass Oracle an Cloud-Marktanteilen gewinne, schreibt 'CRN'. Ausserdem werde neues Geschäft mit den "Autonomen Datenbanken" erwartet, die Oracle vergangenen Herbst angekündigt hat den Oracle-Mitgründer Larry Ellison. Der Konzern kündigte ausserdem ein Dutzend neue RZ-Regionen weltweit an. (kjo)

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