Cloud-Computing erschwert Fahndern die Arbeit

25. Juni 2010 um 10:26
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Zunehmende Digitalisierung lässt vernünftigen Grundschutz "fast nicht mehr zu".

Zunehmende Digitalisierung lässt vernünftigen Grundschutz "fast nicht mehr zu".
Die rasante technische Entwicklung erschwert die Arbeit von Polizeistellen immer mehr. So könnten etwa Nutzer, welche das Internet via Mobiltelefonnetz benutzen, "trotz gesetzlicher Randdatenspeicherung nicht eindeutig identifiziert werden", heisst es im Jahresbericht 2009 des Bundesamtes für Polizei. Auch Dienste wie Cloud-Computing würden die Ermittlungen zunehmend erschweren, da die Daten sich nicht mehr lokal auf einem Computer befänden, sondern online auf einem Server zur Verfügung gestellt würden. Ausserdem würde die zunehmende anonyme oder verschlüsselte Kommunikation in Schrift, Bild und Ton eine entscheidende Rolle bei der Verbrechensplanung spielen, so der Bericht weiter.
Ein weitere Problem: Anleitungen und Baukästen - etwa für die Programmierung von Malware - für Kriminelle ohne grössere Probleme im Internet erhältlich. Mit Google Maps oder StreetView könnten Verbrecher zudem ihre Delikte "aus der Ferne und ohne Erkundung vor Ort" präzise planen. Ermittler müssten deshalb laufend ihre Taktik und Technik anpassen. Ausserdem müssten auch die rechtlichen Grundlagen angepasst werden, um auch in Zukunft wirkungsvoll gegen Schwerstkriminalität vorgehen zu können, fordert das Bundesamt im Jahresbericht.
Die zunehmende Digitalisierung bei Behörden und Verwaltungen würde zudem adäquate Schutzmassnahmen voraussetzen, warnt das Bundesamt, denn die Verbindung verschiedenster Netze und Sicherheitszonen würde einen vernünftigen Grundschutz komplexer IT-Infrastrukturen "fast nicht mehr zulassen". Sicherheitslücken in den Datennetzen, kombiniert mit detaillierten Kenntnissen über deren Mitarbeiter, beispielsweise durch Informationen auf Webseiten oder aus Facebook und Twitter würden zielgerichtete Angriffe ermöglichen, warnen die Beamten. (bt)

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