Cloud-Lösungen verteilen den PBX-Markt neu

9. Dezember 2015, 13:31
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Mitel-Schweiz-Chef Blatter: "Durchbruch von Cloud-Telefonielösungen kommt erst 2017/2018. Aber jetzt werden die Verkaufskanäle verteilt."

Mitel-Schweiz-Chef Blatter: "Durchbruch von Cloud-Telefonielösungen kommt erst 2017/2018. Aber jetzt werden die Verkaufskanäle verteilt."
Der kanadisch-US-schweizerische Telefonzentralen-Hersteller Mitel stellte letzte in Woche in Zürich einigen Medienvertetern seine neue Mobility-Lösung MiCollab vor. Die Show war recht eindrücklich: Anwender der Lösungen können laufende Gespräche, Chats und Video-Verbindungen ohne weiteres zwischen verschiedenen Geräten (PC, Bürotelefon, Smartphone, Telefonkonferenz-Systeme) hin- und her schalten. Und man kann den Smartphone-Clients standortabhängige Regeln auferlegen. Mitels Mobility-Lösung lässt sich ausserdem in bestehende Kommunikationsmittel wie Outlook, Google Calender oder Notes integrieren.
Fast noch interessanter schienen uns aber einige Bemerkungen von Mitel-Schweiz-Chef Ulrich Blatter. Der US-kanadische Telekom-Hersteller Mitel hat bekanntlich seinen Konkurrenten Aastra vor zwei Jahren übernommen. Aastra und heute eben Mitel entwickelt auch in der Schweiz: In Solothurn sind rund 130 Mitarbietende unter anderem mit F&E beschäftigt. Produziert wird in Deutschland und Asien.
In der Schweiz ist Mitel gemäss Blatter die klare Nummer eins. Der Telefonzentralen-Hersteller hat rund 500 Partner in der Schweiz und eine Service- und Verkaufsorganisation mit 70 Leuten. Stark ist Mitel mit branchenspezifischen Telefonie-Lösungen, etwa für Hotels, Heime und Spitäler.
"Durchbruch für Cloud-Lösungen erst 2017/2018"
Blatter erwartet den Durchbruch von Cloud-basierten Telefonielösungen für KMU noch nicht für nächsten Jahr, wohl aber für 2017 und 2018. Der schärfste Konkurrent ist Microsoft mit Skype for Business. Die Kommunikationslösung ist bekanntlich seit kurzem in Office 365 Version E5 voll integriert.
Während die grosse Migrationswelle der aktuell ungefähr 200'000 KMUs mit drei oder mehr Mitarbeitenden gemäss Blatter erst 2017/2018 über die Schweiz schwappen wird, ist der Kampf um die Verkaufskanäle für die Cloud-Telefonie nun entbrannt, schildert der Mitel-Schweiz-Chef die Situation. Ein wichtiger Player in diesem Markt wird Swisscom sein, denn der Ex-Monopolist funktionert für viele Elektriker und "Telefönler" auch als Distributor. Blatter: "Swisscom hat bis vor etwa einem Jahr stark auf Microsoft und Cisco gesetzt." Nun, wo Microsoft Lync, respektive Skype for Business, respektive Office 365 über jeden möglichen Kanal vertreibt, werde es spannend. "Es wird noch heiss," so der Telekomveteran.
Microsoft hat allerdings einen Vorsprung. Mitel wird gemäss Blatter erst nächstes Jahr mit einer reinen Cloud-Telefonielösung für KMU auf den Markt kommen. (Christoph Hugenschmidt)
Veranstaltungshinweis:
Am 28. Januar 2016 haben Sie etwas vor. Sie wollen nämlich am Nachmittag ins Folium im Zürcher Sihlcity. Dort findet ab 13 Uhr das erste Inside Channels Forum statt. Thema: Der Channel und die Cloud.
Einige Beispiele aus dem Programm: Emmi-CIO Heinz Hodel sagt, was Kunden künftig vom Channel erwarten. Prominente Schweizer VARs (Bechtle, Leuchter, Steffen Informatik, ITpoint, VonRoll Intec, Bison ITS) diskutieren die Frage "How to Survive in Times of Cloud Computing" und Hersteller (Microsoft, IBM, VMware, EMC, u.v.m.) setzen sich auf den heissen Stuhl
Die Zahl der Plätze ist beschränkt. Es lohnt sich, frühzeitig ein Ticket zu kaufen (100 Franken für Mitarbeitende von Resellern, 500 Franken für Mitarbeitende von Herstellern und Distributoren). Zum Programm geht es hier.

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