"Cloud wird On-Premise nicht komplett ersetzen"

26. Juli 2016, 13:49
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EMEA-Chef von CA Technologies, Marco Comastri, spricht mit inside-it.ch über die aufkommende Cloud-Euphorie und über die Bedeutung von Mainframes im Big-Data-Bereich.

Der EMEA-Chef von CA Technologies spricht mit inside-it.ch über die aufkommende Cloud-Euphorie und über die Bedeutung von Mainframes im Big-Data-Bereich.
CAs EMEA-Präsident Marco Comastri gibt im Exklusiv-Interview mit inside-it.ch ein Update zu dem Interview, das wir im vorigen November mit Mark Sturzenegger am Rande der CA-World geführt hatten. Wesentliche Veränderungen sieht Comastri vor allem in einem zunehmenden Cloud-Interesse. "Neue Projekte werden alle für die Cloud entwickelt", sagt er über die neue Schweizer Begeisterung für das Rechnen in den Wolken.
Zwei Gründe sieht er für die aufkommende Cloud-Euphorie: "Die Regulierungsvorgaben wurden geändert und wir haben neue Partner gewonnen, mit denen wir in neue Märkte vordringen können. Besonders gross ist das Interesse bei den Krankenkassen im Bereich der Abrechnung mit den Ärzten und der Anbindung der Agenten." Doch Comastri sieht auch weiterhin die Grenzen der Cloud: "Eine komplette Ablösung von On-Premise-Computing durch die Cloud ist völlig unrealistisch, doch da alles Neue für die Cloud entwickelt wird, wird der Cloud-Anteil noch auf Jahre hinaus ansteigen", lautet seine Prognose.
Im Big-Data-Bereich gewinnen Mainframes an Bedeutung
Auch auf das Geschäft im Mainframe-Markt ging Comastri ein. "Unser Mainframe-Business ist etwas, wo wir nichts zu bereuen haben", freut er sich. Das liegt vor allem daran, dass es nur wenige Konkurrenten gibt, die diesen Markt bedienen können. Er sieht auch eine zunehmende Bedeutung der Mainframes im Bereich Big-Data-Analytics.
In Prag betreibt CA eine eigens auf Mainframe ausgerichtetes Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem über 500 Mitarbeiter beschäftigt sind. "Die dortigen Entwicklungen sind für den Weltmarkt und konzentrieren sich vor allem auf neue Lösungsmöglichkeiten von extrem grossen Datenbeständen und neuen Entwicklungstools", sagt er über das tschechische Kompetenzzentrum. Laut einer CA-Studie befinden sich 70 Prozent aller weltweiten digitalen Daten auf Mainframes - da ergibt sich das Aufgabenspektrum praktisch von selbst.
Bei den neueren CA-Produkten sticht vor allem das API-Management heraus. "Als wir das im vorigen Jahr angekündigt haben, erschien es mir nicht sonderlich spektakulär, doch das Interesse ist gewaltig", sagt er über das neue Produkt, das jetzt ein knappes Jahr auf dem Markt ist. Hauptgrund für das immense Interesse ist die neue App-Economy und den fehlenden Tools zum Managen dieser Anwendungsinfrastruktur.
Neuer Country Manager für die Schweiz
Seit 1. Juli ist Rui Martins neuer Country Manager von CA Technologies in der Schweiz. Martins kommt aus Portugal und richtet sich derzeit im Schweizer CA-Hauptsitz in Kloten sein Büro ein. Das sagte Comastri weiter im Gespräch mit inside-it.ch.
Mark Sturzenegger, der bisher diese Position bekleidete, wird sich in Zukunft verstärkt um die Partner-Betreuung in der Region Central Europe, wozu auch South East Europe (SEE) und Russland gehören, konzentrieren. (Harald Weiss)
Update (27.07.2016): Der Name des Country Managers ist Rui Martins und nicht Rui Costa, wie zunächst geschrieben.

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