Comit: Kernbankenlösungen genügen nicht (zurückgezogen)

16. Juni 2009, 12:50
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Der Systemintegrator Comit bewertet die Kernbankenlösungen von Avaloq und Finnova auf ihre Tauglichkeit als Investment-Management-System.

Der Systemintegrator Comit bewertet die Kernbankenlösungen von Avaloq und Finnova auf ihre Tauglichkeit als Investment-Management-System.
Achtung: Die Firma Comit, die die Grundlagen zu diesem Artikel geliefert hat, hat die unten erwähnte Studie zurückgezogen. Die entsprechende Pressemeldung von Comit sei "in einigen wichtigen Punkten unpräzis" und repräsentier "auch nicht mehr den aktuellen Stand der Untersuchungsgegenstandes". (17.6.2009 hc)
Ursprünglicher Originaltext ab hier
Es gibt nur wenige Banken in der Schweiz, die sich für die Einführung der Kernbankenlösungen von Finnova oder Avaloq entschieden haben und nicht auch die Swisscom-Tochter Comit als Partner für die Implementation gewählt hätten. Entsprechend sitzt Comit auf sehr vielen Daten bezüglich der Tauglichkeit der genannten Systeme für bestimmte Aufgabenbereiche einer Bank.
Nun hat Comit die Funktionalitäten von Finnova und Avaloq als Investment-Management-System untersucht und mit den Drittherstellern Odyssey, Profidata, Allocare und SimCorp verglichen und das Resultat in einer Studie zusammengefasst. Eingeflossen sind die Erfahrungen von insgesamt 12 Universal-, Kantonal- und Privatbanken sowie des Asset-Mangement von vier Versicherungen.
Klar wurde - so Comit - dass die heutigen Kernbankenlösungen noch Defizite im Frontoffice haben (PC-Arbeitsplätze der Berater, in die Daten aus verschiedenen Quellen einfliessen sollten). Zudem zeigten sich auch Lücken im Backoffice was das Portfolio-Management-System betrifft, so Comit. Ausserdem stellt Reporting weiterhin ein grosses Problem dar. "Einig sind sich die Anwender darüber, dass nur wenige Produkte ein zufriedenstellendes Reporting erbringen," heisst es in einer Mitteilung von Comit.
Auf Nachfrage liess sich Comit noch folgende, sehr interessante Information entlocken: "Die überwiegende Mehrheit der Avaloq-Banken wählt ein dediziertes IMS (Investment Management System). Bei Finnova haben sich alle Anwender für ein externes IMS fürs Frontoffice und Reporting entschieden. Bei den Nutzern anderer Kernbankenlösungen entscheidet sich etwa die Hälfte für ein IMS, der anderen Hälfte genügt der Funktionsumfang der Kernlösung."
Interessierte Finanzinstitute können die detaillierten und kommentierten Ergebnisse der Studie bei Comit beziehen. (Christoph Hugenschmidt)

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