Connect Com baut neuen Hauptsitz

26. Juni 2019, 08:39
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Der Glasfaserspezialist platzt am Hauptsitz in Hünenberg aus allen Nähten. Jetzt wird kräftig investiert und soeben erfolgte der Spatenstich für einen Neubau im luzernischen Rothenburg.

Der Glasfaserspezialist platzt am Hauptsitz in Hünenberg aus allen Nähten. Jetzt wird kräftig investiert und soeben erfolgte der Spatenstich für einen Neubau im luzernischen Rothenburg.
Auf einer Fläche von rund 10'000 Quadratmetern will Jörg Frei, Inhaber und Verwaltungsratspräsident von Connect Com, künftig sein derzeit noch auf vier Standorte in Hünenberg verteiltes Unternehmen konzentrieren. Auch wenn rund ein Drittel der Fläche vermietet werde, habe man ab Ende 2020 rund sechsmal mehr Platz zur Verfügung als bisher, sagt er zu inside-channels.ch. Ausserdem könne man die Lagerfläche aufgeben, die man bisher noch bei zwei Logistikern angemietet habe. Investiert werden 30 Millionen Franken.
Mit dem Neubau, für den vor wenigen Tagen der Spatenstich erfolgte, gehe eine Leidenszeit zu Ende, schiebt Frei nach. Fünf Jahre lang habe man einen geeigneten Standort gesucht. Es werde hierzulande immer schwieriger, geeignete und bezahlbare Baufläche zu finden. Mit tatkräftiger Unterstützung der Luzerner Wirtschaftsförderung sei es dann gelungen, in Rothenburg ein Grundstück zu finden, das zuvor im Besitzt von Ikea gewesen und entsprechend gut erschlossen sei.
Die derzeitige Logistik und die Prozesse werden immer aufwendiger, beschreibt Frei die Notwendigkeit des Baus. Zudem sei die derzeitige Auftragsabwicklung umwelttechnisch kaum mehr zu verantworten, fügt er an.
Neu hingegen könne man alle Bereiche des Unternehmens mit seinen rund 85 Mitarbeitenden an einem Standort vereinen. So dass dereinst Vertrieb, Administration, Entwicklung, Produktion, Konfektion, Lager, Technik, Management und Schulungsräume unter einem Dach Platz finden. Extern bleiben nur noch die Westschweizer Vertriebsniederlassung mit ihren fünf Mitarbeitenden in Gland und die deutsche Tochterfirma in Nürtingen mit ihren rund 50 Mitarbeitenden als eigenständige Standorte bestehen. Aus Deutschland heraus bediene man den europäischen Markt.
Frei zeigt sich aber auch deshalb erleichtert, weil er endlich die nachhaltige und umweltschonende Unternehmenspolitik aufs Gebäude ausdehnen könne. Denn der Bau werde nach modernsten Standards realisiert, so dass beispielsweise eine Photovoltaikanlage installiert werde, die mehr Energie erzeugt, als das Gebäude verbraucht.
Das Risiko, eine so grosse Investition vorzunehmen, schätzt Frei aber auch aufgrund der Aussichten in Branche als relativ gering ein. Die Digitalisierung und der ungebremst steigende Bedarf nach schnellem Internet für die Übertragung grosser Datenmengen treibe den flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes voran. Vielerorts entstünden neue Rechenzentren, und die privaten Datennetzwerke würden fürs Gigabit-Zeitalter aufgerüstet. Frei sieht denn auch optimistisch in die Zukunft, zumal man über eines der grössten Lager in der Schweiz verfüge, wie er anmerkt. Es handle sich um einen boomenden Markt, für den man "höchste Qualität, kundenspezifische Lösungen und Dienstleistungen mit minimalen Lieferfristen" paare.
Möglich sei das, weil Connect Com entgegen dem Trend die eigene Fabrikation nicht ins Ausland verlagere. Man setzt auf Know-how, Qualität und Flexibilität, was "ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber der Massenware aus Fernost" sei. Dasselbe gelte in Sachen Lieferbereitschaft, wo man die schweizweit höchste Verfügbarkeit anstrebe.
Habe man sich bei der Firmengründung vor 26 Jahren noch aufs Spleissen und Messen von Lichtwellenleitern (LWL) und auf den Handel von Verkabelungskomponenten fokussiert, entwickle und fertige Connect Com heute die meisten Fiberoptik-Produkte intern. Ausserdem biete man Schulungen und LWL-Dienstleistungen vor Ort an. So habe sich allein in den letzten zehn Jahre die Anzahl der Mitarbeitenden in etwa verdoppelt, so Frei.
Wenn alles nach Plan verläuft, ist Freis Unternehmen ab Ende kommenden Jahres jedenfalls räumlich für den erwarteten stetigen weiteren Ausbau in allen Bereichen gerüstet. (vri)

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