Contrinex: Entlassungen nach SAP-Projekt

24. Juli 2012, 08:28
  • business-software
  • software
  • sap
image

Beim Fribourger Sensorenhersteller Contrinex müssen nach der Einführung von SAP Business All-in-One aus Kostengründen rund ein Dutzend Personen gehen. Man hat nicht bemerkt, dass zu viel Material bestellt wurde.

Beim Fribourger Sensorenhersteller Contrinex müssen nach der Einführung von SAP Business All-in-One aus Kostengründen rund ein Dutzend Personen gehen. Man hat nicht bemerkt, dass zu viel Material bestellt wurde.
Das ist der Super-GAU für jedes Unternehmen: Der Sensorenhersteller Contrinex mit Sitz in Givisiez (FR) geriet nach der Einführung von SAP derart in finanzielle Schieflage, dass nun aus Geldnöten elf Angestellte entlassen werden mussten. Wie heute die 'Freiburger Nachrichten' berichten, liegt der Grund bei einem "fatalen Fehler" bei der Einführung von SAP.
Zu viel bestellt
"Es ist ungerecht. Mir tut es leid, dass unsere Leute für Fehler büssen müssen, die sie nicht verschuldet haben", wird Annette Heimlicher, Tochter des Firmengründers Peter Heimlicher, im Zeitungsbericht zitiert. Man habe bei der Einführung einer neuen SAP-Software nicht bemerkt, dass viel zu viel Material bestellt wurde. Gleichzeitig müsse zurzeit zwanzig Prozent weniger produziert werden.
SAP Business All-in-One im Rekordtempo eingeführt
Contrinex beschäftigt weltweit 550 Personen. Aufgrund des starken Frankens hat das Unternehmen letztes Jahr als erste Freiburger Firma Arbeitsplätze gestrichen. Dieses Frühjahr hatte Contrinex die erfolgreiche Einführung von SAP Business All-in-One im Schweizer Hauptsitz sowie in den Produktions-Gesellschaften in Ungarn, Brasilien, China und der Schweiz auf einer Test-Webseite, die heute (August 2012) nicht mehr zugänglich ist, noch gelobt.
Die Implementierung habe weniger als acht Monate gedauert, was wohl rekordverdächtig sei, hiess es damals. Man schaffe so eine weltweite Transparenz der Lieferkette mit permanentem Monitoring des Wertschöpfungsfortschritts. Dies sei eine Basis zur verbesserten Lieferfähigkeit für den Kunden. (mim)
(Dieser Artikel wurde nachträglich (am 10.8.2012) verändert.)

Loading

Mehr zum Thema

image

Atlassian patcht kritische Jira-Lücke

Die Schwachstelle mit einem Score von 9.4 ermöglicht es Angreifern, sich als andere Benutzer auszugeben und Zugriff auf eine Jira-Service-Management-Instanz zu erhalten.

publiziert am 6.2.2023
image

10?! Sabrina Storck, COO SAP Schweiz

Die Chief Operating Officer von SAP Schweiz erklärt, wie sich ihre Rolle als "Innenministerin" des Unternehmens wandelt und was es mit der Halbwertszeit von Ferienfotos auf sich hat.

publiziert am 2.2.2023
image

Zurich wechselt in die AWS-Cloud

Bis 2025 sollen bei der Versicherung rund 1000 Anwendungen auf AWS migriert werden. Damit will Zurich 30 Millionen Dollar im Jahr sparen können.

publiziert am 31.1.2023
image

Kritik an Oracles neuem Lizenzierungsmodell

Experten warnen davor, dass das neue Abonnement mit einer Abrechnung pro Person zu einem "steilen Anstieg der Kosten für Java" führen könnte.

publiziert am 30.1.2023