Coop enthüllte Daten von Kreditkarten-Kunden

18. Juni 2006, 12:22
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Dilettantischer Software-Fehler

Dilettantischer Software-Fehler
Bei der Lancierung der Coop-eigenen Kreditkarte scheint man arg pressiert zu haben. Auch in der Entwicklung der Online-Plattform, auf der Coop-Kunden eine solche Karte bestellen können. Wie der 'Tages-Anzeiger' gestern auf der Frontseite enthüllte, waren auf dieser Plattform nämlich kurzzeitig die Daten aus Kartenanträgen mit einem einfachen Trick abrufbar. Wer seine Daten für einen Kreditkartenantrag eingab, bekam zum Schluss eine editierbare ID des Antrags auf den Bildschirm. Man brauchte in diesem Feld nur eine andere ID einzugeben, um Daten wie etwa Arbeitgeber, Handy-Nummer, Bankverbindung, Bruttolohn und ähnliches von völlig anderen Personen einzusehen.
Der 'Tages-Anzeiger', der durch einen aufmerksamen Leser auf den groben Fehler hingewiesen worden war, informierte umgehend den Detaillhändler, der das Online-Antragsformular subito vom Netz nahm. Coop-Chef Hansueli Loosli entschuldigte sich gegenüber der Zeitung umgehend für den groben Fehler und die flagrante Verletzung des Datenschutzes bei allen Betroffenen. (hc)

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