Corona beeindruckt Schweizer ICT-Branche relativ wenig

27. November 2020, 14:47
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Eine neue Studie zeigt: Digitalisierung ist in der Krise in aller Munde, aber es fehlt oftmals an Ressourcen dafür. Die ICT-Branche schlägt sich dennoch gut.

Ein Drittel der Entscheidungsträger der Schweiz sagt, dass der Geschäftsverlauf der letzten 12 Monate ihre Ziele übertroffen habe. Dem stehen allerdings 37% der Manager gegenüber, die die Performance ihrer Firma enttäuscht hat.
Dies geht aus dem Swiss Business Pulse hervor, in dessen Rahmen im November 250 hochrangige Manager befragt wurden. Es zeigt sich, dass die Zuversicht abgenommen hat: Im August sagte erst etwas über ein Viertel der Befragten, dass ihr Unternehmen schlechter als erwartet gewirtschaftet habe.
Die IT stehe derweil wenig überraschend positiver da als andere Branchen, heisst es in der Studie. Hier gaben 41% an, dass die Erwartungen übertroffen worden seien. Nur rund ein Fünftel zeigte sich von der Geschäftsentwicklung enttäuscht.
Lockdown und Pandemie hätte sich verzögert negativ auf das Geschäft ausgewirkt, schreiben die Studienautoren. Das beeinflusst auch den Ausblick: Nur 22% glauben, dass sich das Geschäft in den nächsten 12 Monaten verbessern werde. Aus der ICT-Branche sind auch hier leicht positivere Signale zu verzeichnen. Hier sagten 28%, dass sie in den kommenden 12 Monaten eine Verschlechterung der Auftragslage befürchten würden, während noch ein Drittel mit einer Verbesserung rechnet.
Nach Covid-19 und der Kundengewinnung bleibt die Digitalisierung unter den drei grössten Herausforderungen für Firmen. Die Bewältigung der Krise ist aber für 36% des Managements Hauptthema. Hier wird auch eine der Hürden der Digitalisierung vermutet: Häufig fehlten Ressourcen, um diese zu forcieren. Wegen der unsicheren Marktentwicklung, was in der Wahrnehmung der Befragten zugenommen hat, würden Projekte sistiert, heisst es in der Studie.
Die Verhandlungsmacht der Kunden ist offenbar ein grosses Thema in der IT-Branche: Fast drei Viertel der befragten Manager sagten, dass sie grossen Einfluss auf die Branche nehmen würde und zwei Drittel gaben an, dass diese noch zunehmen werde. Fast die Hälfte der IT-Firmen befürchtet, dass die Gefahr zunimmt, dass Kunden zu Konkurrenten wechseln.
Der Swiss Business Pulse wurde von der Beratungsfirma Leverage Experts erstellt. An der Umfrage nahmen 129 C-Level-Executives und Verwaltungsräte sowie 125 Manager aus anderen Führungs-Ebenen teil. Neben der Branche Informationstechnologie wurden auch Finanzdienstleister & Versicherungen, Berater & Professional Services sowie der Bereich andere Branchen unter die Lupe genommen.

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