Corona ist auch in der Finanzbranche Treiber der Cyberrisiken

12. November 2020, 14:17
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Der diesjährige Risikomonitor der Finma zählt die Cyberrisiken zu den wachsenden Gefahrherden für den Schweizer Finanzmarkt.

Im "Risikomonitor 2020" hat die eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) 7 Hauptrisiken definiert. Zu ihnen gehören die gegenüber dem Vorjahr gewachsenen Gefahren von Cyberangriffen: "Die starke und zunehmende Abhängigkeit und Vernetzung von Informations- und Kommunikationstechnologien führt auch bei Schweizer Finanzinstituten zu ausgeprägten Verwundbarkeiten", heisst es denn auch in dem Papier. Wie unter anderem die Auswertungen des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit (NCSC) zeigen, betont auch die Finma, dass "insbesondere während des Lockdowns deutlich mehr und intensivere Cyberattacken beobachtet werden" konnten.
Der diesjährige Risikomonitor verweist darauf, dass beispielsweise vermehrt Schadsoftware verteilt worden und eine erhöhte Anzahl Phishingmails zu beobachten gewesen sei. Zudem hätten seit August 2020 zahlreiche von der Finma beaufsichtigte Institute DDoS-Angriffe gegen ihre Infrastruktur gemeldet.

SIX kommt zu ähnlichen Schlüssen

Die Finma steht mit ihren Risikoanalysen nicht allein. Zu ähnlichen Ergebnissen ist  kürzlich der Börsenbetreiber SIX in seinem Cyber-Security-Report gekommen. Darin (PDF) gaben 53 Cyber-Security-Führungskräfte von Schweizer Finanzinstitutionen an, dass die Cybersecurity zur grössten Herausforderung im Schweizer Finanzsektor geworden sei. Am meisten seien sie in den vergangenen 12 Monaten via Phishing, Malware und Ransomware angriffen worden. E-Mails mit bösartigen Anhängen oder Links zur Verbreitung von Malware hat mehr als die Hälfte (64%) der Befragten registriert. Jeweils 9% der Angriffsvektoren entfielen auf DDoS-Attacken, Application Exploitation, Mobile Application und die Lieferkette.

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