Corona-Krise trifft Freelancer hart

17. April 2020, 08:00
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Viele IT-Freelancer im deutschsprachigen Raum haben Existenzängste.

Die Freelancer-Vermittlungsplattform Freelancermap hat im März und Anfang April zwei Umfragen zu den Auswirkungen der Coronakrise auf Freiberufler in der DACH-Region durchgeführt. Wie sich zeigt, spüren viele Freelancer die Auswirkungen sehr stark.
In der zweiten Umfrage von Anfang April bezeichneten 37% der Teilnehmer die Auftragslage als sehr schlecht und weitere 26% als schlecht. 40% berichteten von abgesagten Projekten, bei 35% wurden Projekte vorerst auf Eis gelegt.
Die Frage, ob sie aufgrund der Corona-Krise Existenzängste hätten, bejahten 42% der Befragten. 36% verneinten dagegen solche Ängste, 22% sagten: "Weiss nicht".
Immerhin scheint der Anteil der Freelancer mit konkreten Existenzängsten mit der zunehmenden Dauer der Krise etwas gesunken zu sein. In der ersten Umfrage Mitte März hatte mit 56% noch über die Hälfte der Befragten solche Befürchtungen.
Allerdings könnte dieser Anteil wohl auch wieder steigen, wenn die Krise noch lange für weniger Aufträge sorgt. 9% der Umfrageteilnehmer gab an, schon innerhalb eines Monats in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, falls die Krise andauert. Für 48%, also fast die Hälfte, wäre dies nach einem bis 3 Monaten der Fall, ein Viertel könnte noch 4 bis 6 Monate überstehen.
An der ersten Umfrage vom 18. bis 20. März beteiligten sich 554 Freelancer. Bei der zweiten Umfrage, die vom 30. März bis zu 6. April durchgeführt wurde, machten 612 Teilnehmer mit.

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