Corona schlägt auf das Geschäft von Salt durch

26. November 2020, 16:33
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Der Telco erzielte in den ersten 9 Monaten 2020 weniger Umsatz und weniger Betriebsgewinn.

Salt hat in den ersten neun Monaten etwas weniger umgesetzt und operativ verdient. Dabei schlug die Coronakrise aufs Ergebnis durch, weil wegen den Reisebeschränkungen die Roamingeinnahmen schrumpften.
Zudem hat Salt deutlich weniger Handys und andere Geräte verkauft, da während des Lockdowns die allermeisten Läden geschlossen waren. So sank der Umsatz in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% auf 730,7 Millionen Franken, wie Salt bekannt gab.
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) ging um 3,0% auf 371,4 Millionen Franken zurück. Dabei spielten die Handyantennenmasten eine Rolle, die Salt im vergangenen Jahr für 700 Millionen Euro an die spanische Cellnex veräussert hat. Denn seither muss Salt für die Benutzung der Masten Miete zahlen.
Unter dem Strich erzielte die Salt-Muttergesellschaft Matterhorn Telecom einen Reingewinn von 46,8 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte der Handymastenverkauf den Reingewinn auf 470,3 Millionen Franken nach oben schiessen lassen.

Salt-Chef zeigt sich zuversichtlich

Zwar habe Corona aufs Ergebnis geschlagen. Aber "grundsätzlich sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden", sagte Salt-Chef Pascal Grieder im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'AWP'. Im dritten Quartal habe Salt 21'800 neue Handy-Abokunden gewonnen. Das sind etwa dreimal so viele wie im ersten Quartal (7'000) und im zweiten Quartal (7'600).
Auch bei den Geschäftskunden ging es weiter aufwärts. Man habe das fünfte Quartal in Folge netto Kunden gewonnen. "Das freut uns natürlich", sagte Grieder.
Von Juli bis September habe Salt das beste Quartal seit sechs Jahren gehabt, sagte Grieder. Ende September hatte der drittgrösste Mobilfunker 1,287 Millionen Handyabokunden. Im Prepaidgeschäft ging der Rückgang indes weiter. Salt zählt noch 534'000 Prepaidnutzer nach 558'000 Ende Dezember.

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