Corona: Akzeptanz für eine Tracing App ist hoch

23. April 2020, 04:00
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Zwei Drittel der Schweizer würden ihre Bewegungen überwachen lassen.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie würden zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer ihr Bewegungen mittels einer Handy-App überwachen lassen. Das fand das Beratungsunternehmen Deloitte in einer Umfrage heraus.
Genau 64 Prozent der in der Schweiz wohnhaften erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 16 und 64 Jahren würde zur Rückverfolgung von Infektionen ihre Bewegungsdaten zur Verfügung stellen, wie Deloitte  mitteilte. Die Berater schliessen daraus, dass die sonst sehr auf ihre Privatsphäre bedachten Schweizerinnen und Schweizer in Zeiten der Krise offener für digitale Technologien und Lösungen sind.
34 Prozent der Befragten sind vorbehaltlos für eine Erfassung ihrer Bewegungsdaten, 30 Prozent sind eher dafür. 36 Prozent sind gegen  Contact Tracing. Kategorisch lehnen aber nur 14 Prozent eine anonymisierte Bewegungsaufzeichnung im Kampf gegen die Covid-19-Seuche ab. 22 Prozent lehnen die Massnahme eher ab.
Bei den Befürwortenden ist die Zustimmung unter Leuten aus der IT- oder Telekombranche mit 78 Prozent sehr hoch. Auch die "Digital Natives" unter 30 Jahren weisen mit 68 Prozent eine leicht höhere Zustimmung als die Gesamtheit auf.

Deloitte befragte über die Ostertage 1500 Personen in der Schweiz. Die Befragung erfolgte online und ist nach Angaben des Unternehmens repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Region.

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