Coronavirus: Chefs sollen transparent sein

23. März 2020, 13:49
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Unsicherheiten begleiten aktuell Unternehmen wie Angestellte. Gartner rät CEOs, Angestellte offen über Auswirkungen auf die eigene Firma zu informieren.

Gartner hat 800 HR-Verantwortliche zur aktuellen Lage und den Auswirkungen der Corona-Krise auf Unternehmen befragt. "Da die Covid-19-Krise Unternehmen auf der ganzen Welt erschüttert, müssen HR-Führungskräfte schnell und umfassend reagieren und dabei sowohl die unmittelbaren als auch die langfristigen Folgen für Fachkräfte berücksichtigen", sagte Brian Kropp, Forschungsleiter HR bei Gartner.
Viele der befragten Firmen hätten eine Reihe von Massnahmen ergriffen, um ihre Angestellten in der aktuellen Situation zu unterstützen. Dazu gehört Hilfe bei der Betreuung von Kindern, ein erhöhtes Betreuungsgeld, die breite Einführung von Homeoffice und flexiblere Arbeitszeiten.

Zunahme von Kurzarbeit in der Schweiz.

Interessant sei, so Gartner, dass die Unternehmen viel tun, um den Abbau von Arbeitskräften zu minimieren. Nur eine Minderheit der Befragten plane derzeit, Mitarbeitende zu entlassen.
Aktuelle Zahlen des Seco zeigen, dass Schweizer Firmen vermehrt Kurzarbeit anmelden. Derzeit gebe es 21'000 Firmen, die ein Gesuch für 315'000 Arbeitnehmende gestellt hätten. Dies entspreche über sechs Prozent aller Arbeitnehmer. Zum Vergleich: Im Kontext der Finanzkrise im Frühjahr 2009 habe es 5000 Firmen und 92’000 Erwerbstätige gegeben, die in Kurzarbeit gewesen seien, sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, am heutigen 23. März an einer Pressekonferenz.
Gemäss Gartner hätten bei der Befragung aber viele Firmen angegeben, dass es einen Einstellungsstopp gebe. Unternehmen würden ausserdem versuchen, die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Dienstleistern zu reduzieren, statt die Pensen der eigenen Angestellten abzubauen.
Aufgrund der Unsicherheiten, die die aktuelle Lage verursacht, rät Gartner den Unternehmen, offen mit ihren Mitarbeitenden zu kommunizieren und regelmässig über Pläne und Massnahmen im Unternehmen zu informieren. "Führungskräfte sollten eine vertrauenswürdige Quelle für genaue und aktuelle Informationen über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf die Organisation sein", schreiben die Marktforscher. 

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