Coronavirus: Engpass bei Notebook-Komponenten droht

17. Februar 2020, 16:56
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Ab März könnten den Notebook-Herstellern die Komponenten ausgehen.

Obwohl die chinesischen Auftragsfertiger für Notebook-Komponenten ihre Produktion wieder aufgenommen haben, bestehe ab März die Gefahr, dass es an Komponenten der ODMs mangelt. Das schreibt der taiwanische Branchen-Newsdienst 'Digitimes', der auch Marktforschung betreibt. Noch immer würden die ODM-Zulieferer wegen des Ausbruchs des Coronavirus an der Arbeit gehindert.
Zwar habe Quanta Computer die Serienproduktion in einem neuen Montagewerk in Taiwan aufgenommen, um den dringenden Bedarf der Kunden zu decken, aber der Mangel an Komponenten bleibe ein Problem, heisst es in dem Bericht.
Demnach werde die weltweiten Notebook-Lieferungen im ersten Quartal 2020 um 29 bis 36 Prozent zurückgehen, viel stärker als bisher angenommen, glauben die Analysten.
Konkret drohen im März Engpässe und die Unterbrechung der IT-Lieferkette, weil dann die Lagerbestände vieler Komponenten erschöpft sein dürften. Als Grund dafür wird angegeben, dass viele ODM-Zulieferer noch auf die Genehmigung der lokalen Regierungen zur Wiederinbetriebnahme ihrer Werke warten.
Vor kurzem hatte die Marktforscher von 'Digitimes'  bereits prognostiziert, dass die Server-Hersteller im ersten Quartal 2020 weltweit 10 Prozent weniger Server liefern werden, als im Jahr zuvor. Vor der Epidemie hatte man ein Wachstum von 1,2 Prozent erwartet.

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