Coronavirus: Firmen treiben Digitalisierung voran

30. März 2020, 15:44
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Der Druck auf Firmen ist gross, mit Automatisierung und Digitalisierung neue Einnahmequellen zu generieren.

Agilität und Belastbarkeit seien in den Unternehmen schon länger dominierende Themen, schreibt EY in einer neuen Studie. Doch die Coronakrise habe dennoch viele Unternehmen unvorbereitet getroffen.
Eine Befragung unter Führungskräften habe ergeben, dass gut die Hälfte der Firmen nun ihre Lieferketten überprüfen wollen; 47% der Firmen hätten bereits Schritte dazu eingeleitet. Jeweils rund ein Drittel der Befragten gab ausserdem an, ihre Investitionen in die Automatisierung zu beschleunigen und in das Mitarbeitermanagement zu investieren. Grund für Letzteres ist unter anderem die aktuelle Einführung von Homeoffice, die in den vergangenen Wochen bei vielen Firmen rasch organisiert werden musste.
Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass Covid-19 einen "schwerwiegenden Einfluss" auf die Weltwirtschaft haben werde. Knapp 40% der Unternehmen gab an, dass sich für sie im dritten Quartal wieder Normalbetrieb einstellen werde, während gut die Hälfte erwartet, dass sich die wirtschaftlichen Einbussen auch ins Jahr 2021 ziehen werden.

Starker Fokus auf Digitalisierung nach der Krise

Die Mehrheit der von EY befragten Firmen plante bereits vor der Pandemie Investitionen in die digitale Transformation. Sobald die Normalität wiederhergestellt sei, würden sie sich auf zusätzliche Investitionen in digitale Technologien und Automatisierung konzentrieren, so die Umfrage.
"Die Firmenchefs sehen, dass ihre Transformationspläne derzeit angehalten oder verlangsamt werden. Wenn sich die Situation stabilisiert, müssen die Führungskräfte schneller handeln, um ihr Unternehmen neu zu erfinden und langfristige Werte zu schaffen", so Steve Krouskos von EY.
Als Motivation für ihre Bemühungen im Bereich der Digitalisierung nannten die Unternehmen mehrheitlich die Ziele, Umsatz und Marge zu erhöhen sowie Kunden zu gewinnen und halten zu können. Andernfalls nicht mit der Konkurrenz mithalten zu können oder unter sinkenden Marktanteilen zu leiden wurden ebenfalls als Treiber genannt. 
Für den "Global Capital Confidence Barometer" hat EY zwischen Anfang Februar und dem 26. März 2900 Führungskräfte in 46 Ländern befragt. Die vollständigen Ergebnisse gibt es bei EY. 

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