COS: Umsatz bricht ein - Verlust wird kleiner

28. April 2006, 09:17
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Im ersten Quartal fiel der Umsatz weit unter 200 Millionen Franken. Der Verlust konnte aber verringert werden.

Im ersten Quartal fiel der Umsatz weit unter 200 Millionen Franken. Der Verlust konnte aber verringert werden.
Der COS-Gruppe geht es im neuen Jahr leicht besser als in den vergangenen Monaten. Gemäss dem Geschäftsbericht für das erste Quartal 2006 betrug der Verlust in den vergangenen drei Monaten 1,8 Millionen Franken. Auch der Umsatz fiel im Jahresvergleich von 278,4 auf 173,1 Millionen Franken. Allerdings ist hierbei festzuhalten, dass in den Quartalen dazwischen die Gruppe "in ihrer Entwicklung stark zurückgeworfen" wurde, weshalb ein Vergleich mit dem vorangehenden Jahr etwas gar vernichtend aussieht. Im "Weihnachtsquartal" des vergangenen Jahres erwirtschaftete die Gruppe etwa 228 Millionen Franken.
Wie COS Computer Systems bereits Ende März angekündigt hatte, konnte der Konzernverlust verglichen mit dem letzten Quartal 2005 verringert werden. Dieser betrug damals bereinigt fast 5 Millionen Franken. Damit zeigten sich erste Auswirkungen der umfassenden Restrukturierungsmassnahmen, die Ende 2005 umgesetzt wurden. Ob diese jedoch über das vergangene erste Quartal eine langfristige Sanierung des Unternehmens herbeiführen werden, liegt letztlich auch an der Strategie der Führungsmannschaft.
Grund für die schlechte Lage der COS-Gruppe vor allem im zweiten Halbjahr 2005 waren die "signifikanten Leistungsstörungen" bei der SAP-Einführung bei COS Distribution in Deutschland und bei Avitos. Die Distributionsgesellschaften in Deutschland und Österreich werden nach wie vor restrukturiert. Wie sich Verwaltungsratspräsident Kurt Früh in der Mitteilung zitieren lässt, funktioniere das Warenwirtschafssystem heute weitgehend einwandfrei. Die Berichterstattung über "die unerfreulichen Ereignisse im 2005" habe die Rückgewinnung des Kundenvertrauens nicht erleichtert, so Früh. Er spricht auch von "aggressiven Informations- und Marketingmassnahmen des Mitbewerbs". Nach wie vor seien grosse Anstrengungen erforderlich, um den angestrebten Turnaround der betroffenen Gesellschaften zu schaffen.
Zwar ist die Schweizer Distributionsgesellschaft davon nicht direkt betroffen, aber auch hier läuft das Disti-Geschäft nicht gerade gut. Wie CFO Markus Zurkirchen gegenüber inside-channels.ch sagt, liege man umsatzmässig zwar hinter dem Budget, die Margensituation entwickle sich aber "anständig".
Die Distributionsgesellschaften in Deutschland und Österreich werden das Resultat der Gruppe im laufenden Jahr erneut belasten. COS erwartet, dass im letzten Quartal 2006 die beiden Gesellschaften in die Gewinnzone zurückkehren. Von den übrigen Gesellschaften erwarte man "eine gute Ertragssituation". (Maurizio Minetti)

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